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Opfer nach Säure-Anschlag in Leipzig-Plagwitz verzweifelt – 29-Jährige hat Angst

Opfer nach Säure-Anschlag in Leipzig-Plagwitz verzweifelt – 29-Jährige hat Angst

Lydia S., Opfer des Säure-Anschlags vom Mittwoch in der Siemensstraße, war auch 24 Stunden später noch völlig verunsichert.

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Am 27. November rückten Feuerwehr und Polizei nach einem Säure-Anschlag in Plagwitz aus.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Die Mutter zweier Kinder sagte gegenüber LVZ-Online, dass sie Angst vor dem Täter habe. Die 29-Jährige ist sicher, dass ihr Ex-Freund hinter der Tat steckt. Sie werde von ihm seit vier Monaten bedroht. Die Polizei hatte am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse.

Am Mittwoch mussten fünf verletzte Personen nach einem Säure-Anschlag in Plagwitz behandelt werden, darunter die Bewohnerin Lydia S. Um welche ätzende Substanz es sich genau handelte, wollte die Polizei am Donnerstag nicht bekannt geben. Die Ermittlungen würden noch andauern. Das Opfer darf inzwischen wieder ihre Wohnung betreten. „Aber wie können die Polizisten sagen, dass es dort sicher ist, wenn sie noch nicht einmal wissen, um welche Substanz es sich handelt?“, empörte sich Lydia S.

Eigentlich wollte die Mutter mit ihren zwei Kindern am Mittwoch umziehen, hatte die Kisten bereits gepackt. Auf diese kippte der Täter die gefährliche Flüssigkeit. „Ich brauche die Möbel für meine neue Wohnung, aber die Säure kann nun überall sein“, sagte das Opfer. Zu dem Umzug fühlte sich die 29-Jährige gezwungen, weil sie laut eigenen Aussagen von ihrem Ex-Freund terrorisiert wird. Etwa 20 Anzeigen habe sie bereits gegen ihn bei der Polizei gestellt, unter anderem wegen Verleumdung, Morddrohung, Belästigung ihrer Kinder und Einbruchs. Die Polizei wollte dazu keine Angaben machen.   

Trotz der vielen Anzeigen hätten die Beamten nach dem Säure-Anschlag erstmals Spuren gesichert und weitere Zeugen befragt. „Muss ich erst tot in der Ecke liegen oder meinen Kindern etwas passieren, bevor wirklich jemand hilft?“, fragte die Frau verzweifelt. „Wir haben bisher alles uns mögliche getan“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt auf Anfrage. Der Beamte verwies auf die Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking (KIS), die eng mit der Polizei arbeite und in solchen Fällen helfe. Dort hat Lydia S. in einer Woche einen Termin. „Ich frage mich, wie die mir helfen sollen, wenn es bisher keiner getan hat. Ich fühle mich von den Behörden allein gelassen“, sagte die 29-Jährige.

agri

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