Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Leipzig Opfer nach Säure-Anschlag in Leipzig-Plagwitz verzweifelt – 29-Jährige hat Angst
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Opfer nach Säure-Anschlag in Leipzig-Plagwitz verzweifelt – 29-Jährige hat Angst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 17.07.2015
Am 27. November rückten Feuerwehr und Polizei nach einem Säure-Anschlag in Plagwitz aus. Quelle: Regina Katzer
Anzeige
Leipzig

Die Mutter zweier Kinder sagte gegenüber LVZ-Online, dass sie Angst vor dem Täter habe. Die 29-Jährige ist sicher, dass ihr Ex-Freund hinter der Tat steckt. Sie werde von ihm seit vier Monaten bedroht. Die Polizei hatte am Donnerstag keine neuen Erkenntnisse.

Am Mittwoch mussten fünf verletzte Personen nach einem Säure-Anschlag in Plagwitz behandelt werden, darunter die Bewohnerin Lydia S. Um welche ätzende Substanz es sich genau handelte, wollte die Polizei am Donnerstag nicht bekannt geben. Die Ermittlungen würden noch andauern. Das Opfer darf inzwischen wieder ihre Wohnung betreten. „Aber wie können die Polizisten sagen, dass es dort sicher ist, wenn sie noch nicht einmal wissen, um welche Substanz es sich handelt?“, empörte sich Lydia S.

Eigentlich wollte die Mutter mit ihren zwei Kindern am Mittwoch umziehen, hatte die Kisten bereits gepackt. Auf diese kippte der Täter die gefährliche Flüssigkeit. „Ich brauche die Möbel für meine neue Wohnung, aber die Säure kann nun überall sein“, sagte das Opfer. Zu dem Umzug fühlte sich die 29-Jährige gezwungen, weil sie laut eigenen Aussagen von ihrem Ex-Freund terrorisiert wird. Etwa 20 Anzeigen habe sie bereits gegen ihn bei der Polizei gestellt, unter anderem wegen Verleumdung, Morddrohung, Belästigung ihrer Kinder und Einbruchs. Die Polizei wollte dazu keine Angaben machen.   

Trotz der vielen Anzeigen hätten die Beamten nach dem Säure-Anschlag erstmals Spuren gesichert und weitere Zeugen befragt. „Muss ich erst tot in der Ecke liegen oder meinen Kindern etwas passieren, bevor wirklich jemand hilft?“, fragte die Frau verzweifelt. „Wir haben bisher alles uns mögliche getan“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt auf Anfrage. Der Beamte verwies auf die Koordinierungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking (KIS), die eng mit der Polizei arbeite und in solchen Fällen helfe. Dort hat Lydia S. in einer Woche einen Termin. „Ich frage mich, wie die mir helfen sollen, wenn es bisher keiner getan hat. Ich fühle mich von den Behörden allein gelassen“, sagte die 29-Jährige.

agri

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei einem Einbruch in ein Vereinsheim in Leipzig-Grünau hat die Polizei am Donnerstagmittag einen bewaffneten Täter festgenommen. Wie die Behörde mitteilte, fanden sich bei dem Mann weiteres Diebesgut sowie Drogen.

28.11.2013

Erneut ist bei einem Raubüberfall in Leipzig eine Frau mit einem Messer attackiert worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war die 39-Jährige gegen 7.20 Uhr auf dem Weg zu ihrer Schule in der Eutritzscher Hohmannstraße.

27.11.2013

Am Mittwochmittag ist im Leipziger Zentrum eine Straßenbahn mit einem Kleinwagen kollidiert. Die 33-jährige Autofahrerin war von der Universitätsstraße kommend in Richtung Roßplatz unterwegs.

27.11.2013
Anzeige