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Pärchen betäubt kleine Tochter wegen Sex-Fotos

Anklage in Leipzig Pärchen betäubt kleine Tochter wegen Sex-Fotos

Ein Pärchen hat die kleine Tochter einer Freundin mit einem Schlafmittel betäubt, um in Ruhe kinderpornografische Bilder schießen zu können. Diesen schweren Vorwurf erhob die Staatsanwaltschaft gestern vor dem Landgericht.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Ein Pärchen hat die kleine Tochter einer Freundin mit einem Schlafmittel betäubt, um in Ruhe kinderpornografische Bilder schießen zu können. Diesen schweren Vorwurf erhob die Staatsanwaltschaft gestern vor dem Landgericht. Verantworten müssen sich Monika G. (43) und ihr Lebenspartner Mario W. (43). Sie sitzen seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft - sie in Chemnitz, er in Leipzig.

Das zur Tatzeit sieben Jahre alte Mädchen war bei der Angeklagten, einer Bekannten der Kindesmutter (26), des Öfteren in der Wohnung in Paunsdorf zu Besuch. Beide Frauen kannten sich seit vielen Jahren, sie stammten aus demselben Ort in der Nähe von Leipzig, wohnten nunmehr in der Heiterblickallee in Nachbarhäusern.

Staatsanwalt Jan Eggers lastete dem Paar an, dem Mädchen im Januar dieses Jahres zunächst Schlafmittel in den Tee geschüttet und es dann entkleidet zu haben. "Zwischen dem 9. und 11. Januar 2015 haben beide beschlossen, sexuelle Handlungen durchzuführen, um die Bilder an diverse Chatpartner zu versenden", so Eggers. Die kinderpornografischen Fotos seien dann in der Folge an mehreren Tagen verschickt worden.

Bereits zuvor, am 17. Dezember 2014, soll Monika G. allein das Mädchen ausgezogen und Sex-Fotos von ihm geschossen und ins Netz gestellt haben. Darüber hinaus lastete der Staatsanwalt beiden Angeklagten an, diverse Aufnahmen auf dem Rechner gespeichert zu haben.

Sie müssen sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs, gefährlicher Körperverletzung sowie der Verbreitung und Beschaffung kinderpornografischer Schriften verantworten. Das Paar war aufgeflogen, weil ein soziales Netzwerk im Januar 2015 Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Die Mutter wusste bis dahin nichts von dem Missbrauch; die 26-Jährige sitzt jetzt als Vertreterin ihrer Tochter in dem Prozess auf der Nebenklage-Bank.

Weder Monika G. noch Mario W. äußerten sich gestern zu den Vorwürfen. Die 3. Strafkammer des Landgerichts hat bis 17. September noch drei Verhandlungstermine anberaumt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.08.2015
Sabine Kreuz

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