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Polizei beendet Schnitzeljagd: Geocacher klettern auf einsturzgefährdetes Leipziger Fabrikgebäude

Polizei beendet Schnitzeljagd: Geocacher klettern auf einsturzgefährdetes Leipziger Fabrikgebäude

Ihre Mission war halsbrecherisch: Sie sollten auf den „höchsten Punkt“ einer einsturzgefährdeten Industriebrache steigen und dann mit einer „schönen Aussicht über Leipzig“ belohnt werden.

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Die Fabrikruine der ehemaligen VEB Verlade- und Transportanlagen (VTA) in Leipzig-Gohlis. Hier gingen die drei Geocacher auf Klettertour.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Stattdessen bekamen sie jedoch Besuch von der Polizei. Die Klettertour dreier betrunkener Männer auf einer Gohliser Fabrikruine endete am Dienstagvormittag mit einer Anzeige. Laut Polizei waren die 24 bis 26 Jahre alten Leipziger auf Schatzsuche.

Gegen 11.15 Uhr kletterte das Trio auf das fünfstöckige Gebäude des ehemaligen VEB Verlade- und Transportanlagen (VTA) in der Lützowstraße. Ein Zeuge beobachtete die Männer auf dem Dach und rief die Beamten. „Das Betreten des Geländes ist verboten. Darauf weisen auch Schilder hin“, sagte Paul Naruhn von der Polizeipressestelle. Von den Absperrungen ließen sich drei Männer jedoch nicht abhalten. Sie erklärten den eintreffenden Beamten, dass sie auf der Suche nach einem versteckten Ort mithilfe von GPS-Koordinaten seien. Beim sogenannten Geocaching, das auch in Leipzig immer mehr Anhänger findet, gehören alte Häuser zu den beliebten Zielen der Schatzjäger.

Der Cache mit dem Namen „Trau Dich“ in Gohlis ist laut Internetportal Geocaching.com einer der schwierigeren. Auf dem Weg nach oben sei Vorsicht geboten und eine Taschenlampe hilfreich, heißt es dort. Ob die drei angetrunkenen Kletterer – einer von ihnen hatte 1,36 Promille intus – den Cache finden konnten, ist jedoch nicht bekannt. Besonders erfolgreich endete die Aktion laut Polizei zumindest nicht. „Die drei Männer müssen sich nun wegen Hausfriedensbruch verantworten“, so Naruhn.

Geocaching ist eine moderne Art der Schnitzeljagd, bei der mithilfe von online veröffentlichten GPS-Daten geheime Verstecke (Caches) gefunden werden müssen. Der dort befindliche Schatz besteht meist aus einer kleinen Box mit einem sogenannten Logbuch, in das sich der Finder eintragen kann. In Leipzig gibt es mittlerweile Hunderte solcher Caches.

nöß

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