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Polizei durchsucht Objekt von mutmaßlichem Linksautonomen in Leipzig-Plagwitz

Unterstützer der „Rigaer 94“ Polizei durchsucht Objekt von mutmaßlichem Linksautonomen in Leipzig-Plagwitz

Wegen eines Vorfalls in Berlin im Juli hat die Polizei neben mehreren Wohnungen in Berlin auch ein Objekt in Leipzig-Plagwitz durchsucht. Die Beamten wollten Beweismaterial sichern. Festnahmen habe es nicht gegeben.

Bei Protesten gegen die Räumung der "Rigaer 94" in Berlin sollen mehrere Personen Landfriedensbruch begangen haben. Die Polizei durchsuchte auch eine Leipziger Wohnung. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig/Berlin. Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen ein Objekt in Leipzig-Plagwitz durchsucht. Bei der Maßnahme ging es um ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruch mit Bezug zur linksautonomen Szene. Der Vorfall soll sich im Sommer in Berlin ereignet haben. Mehrere Monate nach den Protestaktionen wegen einer Teilräumung der Rigaer Straße 94 in Berlin gingen die Beamten nun mit einer Großrazzia gegen die Tatverdächtigen vor.

Dabei gehe es um eine größere Zerstörungsaktion von Linksradikalen in der Gegend um den Südstern in Berlin am 5. Juli, teilte die Polizei mit. Acht Frauen und sechs Männer sollen teils vermummt einen Sachschaden von etwa 10.000 Euro verursacht haben. Insgesamt sollten 13 Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin und eine Räumlichkeit in Leipzig durchsucht und Beweismaterial gesichert werden. Laut einem Sprecher der Berliner Polizei wurden nicht alle Verdächtigen angetroffen.

Zum Einsatz in Leipzig lagen zunächst keine weiteren Angaben vor. Ob eine Privatwohnung oder Geschäftsräume in Plagwitz auf der Adressliste der Beamten standen, konnte der Sprecher nicht sagen. Insgesamt waren 139 Polizisten und die Staatsanwaltschaft im Einsatz.

13 Durchsuchungen in Berlin

In Berlin durchsuchte die Polizei Räume in Neukölln, Friedrichshain, Kreuzberg, Tempelhof, Wedding und Gesundbrunnen. Darunter war auch mindestens ein linkes Wohnprojekt. Zahlreiche Beweise seien beschlagnahmt worden, hieß es. Von mehreren Verdächtigen seien die Personalien festgestellt worden.

Die Ermittlungen hatte der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei geführt. Mit dabei waren auch die Fahnder der Ende Juni eigens gegründeten Ermittlungsgruppe „LinX“, die sich den Brandanschlägen und anderen Gewalttaten aus der linksradikalen Szene widmete.

Proteste zur "Rigaer 94"

Die Staatsanwaltschaft wirft den 14 Beschuldigten schweren Landfriedensbruch vor. Die Verdächtigen sollen sich am späten Abend zu einem Fahrradkorso zusammengeschlossen und in Kreuzberg diverse Zerstörungen angerichtet haben. Später sei dazu auch ein Bekennerschreiben veröffentlicht worden.

Zerstörungsaktionen von Linksautonomen hatte es im Sommer auch in einer Straße am Gleisdreieckepark, in der Weserstraße in Neukölln und rund um die Alte Jakobstraße in Mitte gegeben. Aus Protest gegen die Polizeiräumung und die folgende Polizeipräsenz in dem auch von Autonomen bewohnten Haus in der Rigaer Straße zerstörten Linksradikale in den Straßen systematisch Autos und Fensterscheiben, warfen Farbbeutel gegen Wände und streuten Stahlkrallen auf die Straße, um die anrückende Polizei zu stoppen und den Rückzug zu sichern. Die Aktionen waren laut Polizei aufwendig geplant und straff organisiert.

jhz / dpa

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