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Polizei fahndet nach Kinderfänger und verstärkt Streifen vor Leipziger Schule

Polizei fahndet nach Kinderfänger und verstärkt Streifen vor Leipziger Schule

Nach der versuchten Entführung eines elfjährigen Jungen am Mittwoch vor dem Mockauer Brockhaus-Gymnasium verstärkt die Polizei die Streifen im Umfeld der Schule.

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Polizeischutz am Brockhaus-Gymnasium.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Ein entsprechender Einsatzbefehl ist nach LVZ-Informationen am Donnerstag erteilt worden. Ermittler fahnden nach einem Mann mit Vollbart, der das Kind offenbar vom Schulhof zerren wollte.

Als die Gymnasiasten am Donnerstag zum Unterricht in die Kieler Straße strömten, geschah dies unter Polizeischutz: Ein Streifenwagen bezog im Morgengrauen vor dem Brockhaus-Gymnasium Position. Hier soll am Mittwoch gegen 8.30 Uhr der unheimliche Fremde versucht haben, den Elfjährigen in seine Gewalt zu bringen (die LVZ berichtete).

Experten der Kripo befragten den Schüler am Donnerstagvormittag. Der Junge bestätigte, was seine Mutter (53) bereits kurz nach dem Vorfall bei der Erstattung der Strafanzeige auf dem Polizeirevier berichtet hatte: Demnach hielt ihn der Unbekannte auf dem Schulgelände fest, packte ihn an der Jacke und wollte ihn vom Schulgelände wegzerren. "Der Junge trat nach dieser Person und schrie um Hilfe", so Polizeisprecher Uwe Voigt. "Schließlich konnte er sich losreißen und rannte davon." Weil der Mann dem Schüler folgte, rannte der Elfjährige nach eigenen Angaben in seiner Angst immer weiter - bis zur Mockauer Post und von da in Richtung Wollkämmerei, bis der Fremde die Verfolgung aufgab und verschwand.

"Wir halten die Aussagen des Jungen für glaubhaft und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen", erklärte ein Beamter gestern gegenüber der LVZ. Dazu gehört, dass an Unterrichtstagen Polizeistreifen das Umfeld des Brockhaus-Gymnasiums verstärkt überwachen. Ein entsprechender Einsatzbefehl gilt für die nächsten Wochen.

Wie es hieß, sei allerdings noch zu klären, warum der Junge um diese Zeit überhaupt vor der Schule war. Der Unterricht hatte bereits begonnen, weshalb sich zum Zeitpunkt des angeblichen Kidnapping-Versuchs auch niemand sonst auf dem Schulhof aufhielt. Außerdem führt der von dem Elfjährigen beschriebene Fluchtweg an belebten Straßen entlang, so dass die Ermittler davon ausgehen, dass jemand einen solchen Zwischenfall bemerkt haben müsste. Der mutmaßliche Entführer ist nach der Beschreibung des Schülers etwa 1,70 Meter groß, 45 bis 50 Jahre alt, hat einen dunklen, leicht bräunlichen Vollbart. Zum Tatzeitpunkt trug er eine kurze Jacke mit Kapuze in den Farben schwarz und grau, eine grauschwarze Jeans und braune Lederschuhe.

Frank Döring

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