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Polizei fahndet öffentlich: 50-Jähriger als Mörder vom Pferdehof gesucht

Audi in Leipzig-Connewitz abgestellt Polizei fahndet öffentlich: 50-Jähriger als Mörder vom Pferdehof gesucht

Nach dem Mord an einem Pferdehof-Besitzer in Leipzig-Knauthain haben Polizei und Staatsanwaltschaft eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet. Als mutmaßlicher Täter wird der 50-jährige Hermann Haase gesucht.

Nach dem Pferdehof-Mord sucht die Polizei Hermann Haase als mutmaßlichen Täter.
 

Quelle: Polizei

Leipzig. Mit drei Schüssen streckte der Täter sein Opfer nieder. Arglos hatte Rocco J., Pferdehof-Besitzer in Leipzig-Knauthain, am Donnerstag gegen 13.40 Uhr die Tür geöffnet. Es hatte geklingelt. Danach stand er unvermittelt einem Mann gegenüber, der auf ihn feuerte. Die Schüsse trafen das 52-jährige Opfer in den Oberkörper und den Rücken. Der Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen. Sein Mörder hatte sich da schon längst in seiner schwarzen Limousine davon gemacht.

Diese Erkenntnisse über den Tathergang teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Als mutmaßlichen Täter identifizierten die Beamten den 50-jährigen Hermann Haase aus Österreich. Die Öffentlichkeitsfahndung wurde am Sonntagmittag eingeleitet. Wegen heimtückischen Mordes werde der gesuchte Mann mit internationalem Haftbefehl gesucht, teilten die Ermittler mit.

Mit diesen Fotos fahndet die Polizei nach Hermann Haase (50) aus Österreich, dem mutmaßlichen Mörder vom Pferdehof in Leipzig-Knauthain.

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Den entscheidenden Hinweis auf seine Identität gab Haase der Staatsanwaltschaft selbst in die Hand. Noch am selben Tag habe der Mann bei der Behörde einen verschlossenen Umschlag hinterlegt. „In diesem befanden sich mehrere Dokumente, die ihn als Täter des begangenen Mordes identifizierten.“

Hinweise aus den Unterlagen führten die Polizei auch bereits am Freitag zu dem gesuchten Audi A 8 mit dem österreichischen Kennzeichen VB-395 GR (Vöcklabruck). Der Täter hatte die schwarze Limousine in Leipzig-Connewitz abgestellt, schilderte die Polizei. Von ihm selbst fehlt seitdem jede Spur.

Die Behörden erhoffen sich nach intensiven Ermittlungen nun Hinweise aus der Bevölkerung. Äußerste Vorsicht ist geboten: Die Polizei weist darauf hin, dass der Täter bewaffnet ist.

Anhand von Zeugenaussagen wird der Mann wie folgt beschrieben:

Der Gesuchte ist 1,90 Meter groß, von sportlich-kräftiger Statur und mit kurzen, grauen Haaren. Der Mann hat braune Augen und insgesamt eine gepflegte Erscheinung. Sein scheinbares Alter liegt bei 40 Jahren. Zuletzt trug der Mann blaue Jeans, Turnschuhe mit blauen Streifen und eine dunkle Jacke.

Die Behörden fragen:

Wer hat den Täter und/oder das von ihm genutzte Fahrzeug nach der Tat in Leipzig oder der näheren Umgebung gesehen? Wer kann Hinweise zu einem möglichen Aufenthaltsort oder Unterkünften des Täters geben? Ist jemandem bekannt, ob Täter ein Fahrzeug angemietet hat?

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Die Hintergründe der Tat liegen weiter im Dunkeln. Zu möglichen Motiven dauern die Ermittlungen an, so die Staatsanwaltschaft am Sonntag. Der getötete Reiterhof-Chef Rocco J, war in Knauthain aufgewachsen und betrieb das Gestüt seit 1995 mit seiner Frau Barbara.

Wer war Rocco J.? Ein Proträt #LVZabo

Am Donnerstag deutete zunächst nichts darauf hin, wie verhängnisvoll der Besuch des zunächst Unbekannten auf dem Leipziger Hof war. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fragte der Täter einfach nach dem Besitzer des Gestüts, klingelte dann an der Tür und tötete Rocco J. kaltblütig.

Eine Zeugin hatte die Polizei alarmiert und konnte auch Hinweise auf den Fluchtwagen geben. Mit einem Großaufgebot und Spürhunden rückten die Beamten an. Auch ein Hubschrauber kam bei der Fahndung zum Einsatz, die Suche blieb aber erfolglos. Der Mann ist weiter auf der Flucht.

Von Evelyn ter Vehn

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