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Polizei fast sicher: Wasserleiche ist Leipziger Pferdehof-Mörder

Cospudener See Polizei fast sicher: Wasserleiche ist Leipziger Pferdehof-Mörder

Die Fahndung nach dem Mörder vom Reiterhof in Leipzig-Knauthain ist allem Anschein nach beendet. Bei dem am Sonnabend aus dem Cospudener See geborgenen Toten handelt es sich nach LVZ-Informationen mit großer Wahrscheinlichkeit um den gesuchten Hermann Haase (50).

Polizei und Feuerwehr haben am Cospudener See am Samstag eine Leiche geborgen - offenbar handelt es sich um den gesuchten Pferdehofmörder.

Quelle: TNN

Leipzig. Bei dem am Sonnabend aus dem Cospudener See geborgenen Toten handelt es sich nach LVZ-Informationen mit großer Wahrscheinlichkeit um den Mörder vom Reiterhof in Leipzig-Knauthain. Es deute vieles darauf hin, dass es sich um den Leichnam des mit internationalem Haftbefehl gesuchten Österreichers Hermann Haase (50) handelt, war am Sonntag aus Ermittlerkreisen zu erfahren. Eine definitive Bestätigung sei aber erst nach der für Montag geplanten Obduktion in der Rechtsmedizin möglich. Diese soll auch die genaue Todesursache klären.

Die Markkleeberger Feuerwehr hatte den Toten am Samstagnachmittag am Ostufer des Sees in der Nähe des Hafens mit einem Netz aus dem kalten Wasser geborgen. Der leblose Körper soll auf einer Sandbank gelegen haben. Ein Ruderer hatte den Behörden zuvor gegen 15.30 Uhr einen entsprechenden Hinweis gegeben. Eine Sprecherin der Rettungsleitstelle der Feuerwehr in Grimma erklärte, etwa eine Stunde habe der Einsatz mit Schlauchbooten gedauert, bis die Leiche schließlich geborgen werden konnte.

Am Samstagnachmittag wurde im Cospudener See, am Ostufer in der Nähe des Hafens, eine Wasserleiche gefunden.

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Mörder seit Wochen verschwunden

Der offenbar verschuldete Österreicher Haase soll am 3. Dezember den 52-jährigen Rocco J. auf dessen Pferdehof an der Ritter-Pflugk-Straße mit drei Schüssen getötet haben. Danach hinterlegte er bei der Staatsanwaltschaft einen verschlossenen Umschlag mit Dokumenten, die ihn belasten, und verschwand. Zu den Unterlagen sollen auch Gerichtsakten zu einem strittigen Erbschaftsverfahren gehören, das als mögliches Tatmotiv gilt. Haases Audi A 8 war in der Meusdorfer Straße gefunden worden. Von ihm fehlte hingegen über Wochen hinweg jede Spur.

Großangelegte Suchaktionen nach dem Mörder mit Hubschraubern über dem Stadtgebiet sowie Polizei-Hundertschaften in Auwald, Connewitzer Holz und Clara-Zetkin-Park blieben ohne Ergebnis. Deshalb hatte die Staatsanwaltschaft stets betont, dass ein Suizid zwar nicht ausgeschlossen sei, Haase aber ebenso gut weiterhin auf der Flucht sein könnte. Der internationale Haftbefehl bestand deshalb weiterhin. Das Mordopfer Rocco J. war am 29. Dezember unter großer Anteilnahme beigesetzt worden.

Seit Dezember fahndet die Polizei nach dem Österreicher Hermann Haase (50).

Quelle: Polizei

Hilferufe lösten im Dezember Suchaktion auf dem See aus

Mitte Dezember vergangenen Jahres hatten Rettungskräfte schon einmal eine Suchaktion auf dem Cospudener See begonnen, schließlich aber erfolglos eingestellt. „Eine Passantin hatte Rufe einer männlichen Person vernommen“, hatte eine Polizeisprecherin damals erklärt. Diese sollten sich wie Schmerzensschreie angehört haben. Daraufhin wurde eine großflächige Suche auf und rund um den See eingeleitet. Allerdings hätten die Einsatzkräfte am Ufer lediglich einen herrenlosen Beutel gefunden. Ein daraufhin zusätzlich eingesetzter Fährtenhund der Polizei hatte keine weiteren Spuren gefunden. Ob dies mit dem Leichenfund vom Sonnabend im Zusammenhang steht, wird nun geprüft.

F.D./jhz/nöß

Chronologie zum Mordfall von Knauthain

3. Dezember 2015: Mit drei Schüssen wird der Pferdehof-Besitzer Rocco J. (52) auf seinem Gestüt an der Ritter-Pflugk-Straße in Leipzig-Knauthain getötet. Der Täter kann mit einem schwarzen Audi A8 flüchten.

6. Dezember: Die Polizei löst einen internationalen Haftbefehl nach dem 50-jährigen Hermann Haase aus Österreich aus und veröffentlicht auch Fotos des Gesuchten. Der mutmaßliche Mörder hatte noch am Tag der Tat einen verschlossenen Umschlag mit Dokumenten bei der Staatsanwaltschaft Leipzig hinterlegt, die ihn belasten. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.

7. Dezember: Österreichische Medien spekulieren über einen Erbschaftsstreit als mögliches Tatmotiv.

8. Dezember: Die Polizei sucht mit einem Hubschrauber über dem Leipziger Auwald und dem Elsterbecken nach dem Mörder. Diese wie auch die weiteren Suchmaßnahmen der nächsten Tagen bleiben ohne Erfolg.

14. Dezember: Eine Hundertschaft der Polizei durchkämmt den Clara-Zetkin-Park nach dem Mörder. Er bleibt jedoch verschwunden.

29. Dezember: Der getötete Rocco J. wird unter großer öffentlicher Anteilnahme in der Knauthainer Hoffnungskirche beigesetzt.

16. Januar 2016: Im Cospudener See wird eine Leiche gefunden. Dabei handelt es sich offenbar um den gesuchten Hermann Haase.

nöß

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