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Polizei findet vermisste 16-Jährige in Leipzig-Lößnig wieder

Polizei findet vermisste 16-Jährige in Leipzig-Lößnig wieder

Schreie in der Nacht, Blutspuren im Treppenhaus: Bewohner eines Plattenbaus in Lößnig sind in hellem Aufruhr. "Nach allem, was passiert ist, können wir kaum noch schlafen", sagt ein Mieter gegenüber der LVZ.

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Die Leipziger Polizei hat eine vermisste 16-Jährige wiedergefunden.

Quelle: Tanja Tröger

Nur: Was ist eigentlich passiert?

Die Polizei bestätigte auf Nachfrage einen Einsatz in der Nacht zum 2. Oktober: Demnach holten Polizeibeamte eine vermisste 16-Jährige aus der Wohnung eines vier Jahre älteren Mannes. Nicole B. (*) war am 26. September als vermisst gemeldet worden, so die Polizei. Ermittlungen ergaben, dass sich das Mädchen bei ihrem aktuellen Freund Sebastian T. in dessen Wohnung in der Gersterstraße aufhielt. Bei der polizeilichen Kontrolle in der Nacht zum Mittwoch sei das Paar unversehrt in der Wohnung angetroffen worden. Gegen 1.20 Uhr kehrte das Mädchen, das zurzeit vom Kinder- und Jugendnotdienst betreut wird, zurück. Dem Vernehmen nach seien die Jugendlichen anfangs nicht gerade kooperativ gewesen, das Mädchen habe unbedingt bei ihrem Freund bleiben wollen. Verletzte habe es aber nicht gegeben, stellte die Polizei klar. "Die Blutspuren an der Wohnungstür des Mannes stammen definitiv nicht von dem Einsatz", so ein Beamter.

Offenbar hat Sebastian T. nicht nur Freunde. Kurz bevor die Polizei wegen der Vermissten anrückte, sollen zwei Männer die Tür von Sebastian T. eingetreten und den 20-Jährigen verletzt haben. Hausbewohner wollen Hilferufe gehört haben. Und am Morgen, nachdem Nicole B. abgeholt worden war, schmierte jemand mit Edding an Briefkasten und Klingelschild des jungen Mannes: "Achtung Vergewaltiger".

Einige Mieter sind wegen der Zwischenfälle schon ziemlich entnervt. "Hier gibt es laufend irgendwelchen Ärger", so ein Familienvater. "Wenn wir was anderes hätten, wären wir schon längst ausgezogen."

(* Namen geändert)

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.10.2013

Frank Döring

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