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Polizei findet verwahrloste Hunde in Leipziger Wohnung – Tierquäler lässt Welpen verhungern

Polizei findet verwahrloste Hunde in Leipziger Wohnung – Tierquäler lässt Welpen verhungern

Schockierender Fund in Leipzig-Grünau: Bei der Überprüfung einer Plattenbauwohnung haben Polizisten zwei tote Welpen entdeckt. Insgesamt sieben weitere, noch lebende Hunde hatte ein 38-Jähriger dort unter erbärmlichen Zuständen gehalten.

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In einer Wohnsiedlung an der Brackestraße in Leipzig-Grünau machte die Polizei einen schockierenden Fund. Ein Tierquäler ließ hier zwei Hundewelpen verhungern. (Archivfoto)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. „Die Tiere waren völlig verwahrlost und stark abgemagert“, berichtete Polizeisprecherin Birgit Höhn am Dienstag gegenüber LVZ-Online.

Nur durch einen Zufall kamen die Beamten dem bereits polizeibekannten Tierquäler auf die Schliche. Der 38-Jährige sei am Montagabend im Revier Ratzelstraße erschienen, um eine Aussage wegen Streitereien in seinem Wohnhaus zu machen. Da der Grünauer jedoch bereits wegen Hundediebstahls bei der Polizei registriert war, wurden die Beamten hellhörig, als er von Vierbeinern in seiner Wohnung erzählte. Denn erst am 18. März hatte der Besitzer eines Autohofes in der Lindenauer Pansastraße seine beiden Wachhunde als gestohlen gemeldet.

Mann führt Polizei zu Hundeversteck

Bereitwillig habe der 38-Jährige die Beamten gegen 21.45 Uhr zu seiner Wohnung in der Brackestraße geführt, so Höhn gegenüber LVZ-Online. Dort bot sich den Beamten ein grausiges Bild. „Zwei große Vierbeiner und fünf Hundewelpen befanden sich in einem äußerst schlechten Zustand“, berichtete die Polizeisprecherin. „Und zwei Welpen lagen tot neben ihren Artgenossen.“ Sofort wurde das Veterinäramt von der Polizei informiert.

Wie sich schnell herausstellte, war unter den misshandelten Tieren auch einer der Wachhunde vom Autohof. „Die Beschreibung stimmte“, so Höhn. Der 33-jährige Halter konnte diesen wieder in seine Obhut nehmen. Vom zweiten vermissten Hund fehlt bislang jede Spur. „Die Ermittlungen laufen noch“, erklärte Höhn. Wie der 38-Jährige die etwa 700 Euro teuren Tiere überwältigen konnte, ist bislang vollkommen unklar. Nur ein aufgebrochenes Zaunfeld hatte der Autohof-Besitzer am nächsten Morgen gefunden.

Hunde ins Tierheim

gebracht

Um die überlebenden Vierbeiner kümmerte sich zunächst eine Hausbewohnerin und versorgte sie mit Futter und Wasser. Woher die restlichen Hunde stammen, ist bislang noch unklar. Am Dienstag wurden sie vorerst ins Leipziger Tierheim gebracht. Der 38-Jährige muss sich nun wegen wiederholten Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Er sei jedoch auf freiem Fuß geblieben, so die Polizeisprecherin.

Robert Nößler

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