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Polizeiticker Leipzig Polizei holt Verstärkung in Eisenbahnstraße
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Polizei holt Verstärkung in Eisenbahnstraße
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00:31 01.06.2018
Großeinsatz der Polizei nach der jüngsten Schießerei in der Eisenbahnstraße: Mit einer Waffenverbotszone soll die Präsenz rund um die Uhr erhöht werden. Quelle: TNN
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Leipzig

Nach dem jüngsten Blutvergießen holt die Polizei weitere Verstärkung: Als Reaktion auf die Schießerei am Montag voriger Woche in der Eisenbahnstraße sollen zusätzliche Beamte für mehr Sicherheit in dem Kriminalitätshotspot sorgen. „Wir sind bemüht, je nach Verfügbarkeit Fremdkräfte wie die Bereitschaftspolizei dort einzusetzen“, so Polizeisprecher Andreas Loepki auf LVZ-Anfrage. „Ohnehin haben wir in dem Bereich schon eine starke Präsenz.“ Gleichwohl werde man sich weiter schwerpunktmäßig hier konzentrieren. So sei auch das zuständige Revier nach der jüngsten blutigen Auseinandersetzung zu weiteren Fußstreifen angehalten worden.

Messer und Schusswaffen bei Auseinandersetzung

Wie berichtet, war am 21. Mai in den Abendstunden die Lage am Rabet eskaliert. Aus noch unbekannter Ursache lieferte sich eine größere Anzahl Männer eine brutale Auseinandersetzung. Nach Angaben von Zeugen sollen dabei Messer und Schusswaffen zum Einsatz gekommen sein. Ein Tunesier (23) erlitt eine Schussverletzung, schwebte in Lebensgefahr und musste noch in der Nacht notoperiert werden. Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchten Totschlags. Erst am Donnerstag zuvor war ganz in der Nähe vor einem Einkaufsmarkt in der Konradstraße ein Schuss gefallen. Im Zuge eines Streits hatte ein Mann eine Waffe gezogen, auf seine Kontrahenten gezielt und schließlich in die Luft gefeuert. Und am 30. April waren ebenfalls am Rabet zwei Gruppierungen bewaffneter Männer aufeinandergetroffen. Später stellte die Polizei am Tatort Behälter mit Reizgas sowie Schlag- und Stichwerkzeuge sicher.

Noch keine Abgrenzung für Waffenverbotszone

„Wir hoffen weiter auf eine Waffenverbotszone“, so Loepki. Eigentlich sollte es schon Anfang dieses Jahres so weit sein, doch umgesetzt wurde der Plan bislang nicht (die LVZ berichtete). Noch Ende April teilte Sachsens Innenminister Roland Wöller auf eine Landtagsanfrage der Linken mit, dass in seinem Haus derzeit eine Mantelverordnung zu einer Waffenverbotszone im Bereich der Leipziger Eisenbahnstraße vorbereitet werde. Allerdings ist den Angaben zufolge noch nicht einmal eine Gebietsabgrenzung festgelegt.

Anlassunabhängige Kontrollen für mehr Sicherheit

Sobald die Zone eingeführt ist, soll sich die Kontrollintensität in dem Areal deutlich erhöhen, kündigten die Behörden an. Entscheidend sei gar nicht mal so sehr der Punkt, dass in einer Waffenverbotszone keine Waffen geführt oder getragen werden dürfen, so Loepki. „Entsprechende Regelungen finden sich auch schon im bestehenden Waffengesetz. Für uns wäre es vielmehr ein großer Vorteil, wenn wir damit die Legitimation erhalten, Personen anlassunabhängig kontrollieren zu können.“ Ähnlich wie bisher in den sogenannten Kontrollbereichen. Doch diese sind eben zeitlich begrenzt und werden nur bei entsprechender Sicherheitsprognose eingerichtet. Damit die Kontrolldichte trotz der personellen Engpässe bei der Polizei überhaupt möglich ist, hatte der Freistaat bereits den konzentrierten Einsatz von Bereitschaftspolizei signalisiert. Immerhin soll die Präsenz 24 Stunden am Tag sichtbar sein.

Von Frank Döring

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