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Polizeiticker Leipzig Polizei verbucht Großrazzia in Leipzig als „vollen Erfolg“
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Polizei verbucht Großrazzia in Leipzig als „vollen Erfolg“
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15:47 15.03.2018
Schwer bewaffnete Polizisten auf der Eisenbahnstraße in Leipzig: Bei der Razzia am Mittwoch waren mehr als 450 Beamte im Einsatz. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

In seinem Fazit zum Großeinsatz im Leipziger Osten und Norden spricht Tom Bernhardt von einem „vollen Erfolg“. Mehr als 450 Beamte des Landeskriminalamts (LKA), des Zolls und weiterer Ermittlungsbehörden durchsuchten am Mittwoch dutzende Wohnungen und Geschäftsräume in der Messestadt. Die gemeinsame Aktion richtete sich unter anderem gegen die Drogenszene, illegale Einwanderung, Schwarzarbeit und verbotenes Glücksspiel. Obwohl letztlich weder Betäubungsmittel noch Waffen gefunden wurden, sind die Ermittler zufrieden. „Das tut der Szene weh“, bilanzierte der LKA-Sprecher am Donnerstag im Gespräch mit LVZ.de.

Nach Abschluss der sechsstündigen Großrazzia gegen 22 Uhr haben die Beamten 63.500 Euro, 3000 US-Dollar und mehr als 10.000 Zigaretten sichergestellt. Drei Männer wurden festgenommen. Sie waren zuvor bereits per Haftbefehl gesucht worden und quasi „Beifang“ der Durchsuchung. Auch zwölf Kilo unversteuerten Wasserpfeifentabak und diverse Computertechnik und Unterlagen beschlagnahmten die Ermittler. Ein Gegenstand, der unter das Waffenrecht fallen könnte, wurde konfisziert. „Dieser wird nun untersucht“, so Bernhardt. Gegen drei Personen seien wegen Leistungsmissbrauchs Strafverfahren eingeleitet worden, in elf Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Eisenbahnstraße und Georg-Schumann-Straße im Fokus

Es war bereits der dritte Großeinsatz dieser Art seit Januar 2017 in Leipzig. Zuletzt waren die Behörden im Juni zu einer gemeinsamen Razzia ausgerückt. Auch diesmal stand insbesondere die Eisenbahnstraße im Fokus. Die als Kriminalitätsschwerpunkt geltende Straße im Leipziger Osten wurde zeitweise für den Durchgangsverkehr abgesperrt. Mit Flatterband riegelte die Polizei Gehwege ab, Streifenwagen standen quer auf der Fahrbahn. Aber auch in der Georg-Schumann-Straße rücken teilweise schwer bewaffnete Einsatzkräfte der Polizei an.

Ein Zugriff des Spezialeinsatzkommandos (SEK) um 16 Uhr hatte den Startschuss für den Großeinsatz gegeben. Wo die beiden SEK-Einsätze im Lauf des Nachmittags stattfanden, teilten die Ermittler nicht mit. Bis zum Abend wurden laut Bernhardt insgesamt neun Objekte per richterlichen Beschluss durchsucht und 23 weitere Objekte kontrolliert. Das Hauptzollamt in Dresden nahm insgesamt 50 Gebäude unter die Lupe.

Weitere Razzien: „Das kann schon nächste Woche sein“

„Das gemeinsame Vorgehen hat viele Vorteile. Wir können so alle Deliktsbereiche abdecken, von klassischen Straftaten über Waffen bis zu illegalen Geldspielautomaten“, erklärte Bernhardt die Strategie der Ermittlungsbehörden. Auch künftig werde es wahrscheinlich weitere koordinierte Durchsuchungen geben. „Das kann schon nächste Woche sein, aber auch nächstes Jahr“, so Bernhardt. „Für die Szene ist es wesentlich nachhaltiger, als wenn alle Behörden einzeln angekrümelt kommen“, formulierte es der LKA-Sprecher salopp.

Innenminister Roland Wöller (CDU) zeigte sich ebenfalls zufrieden. „Die Durchsuchungen in Leipzig sind Ergebnis umfangreicher Ermittlungen im Zusammenspiel verschiedener Behörden“, lobte der Innenminister. Die Durchsuchungen würden zeigen, dass geltendes Recht konsequent durchgesetzt werde und keine „rechtsfreien Räume“ akzeptiert werden.

Von Robert Nößler

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