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Polizei warnt vor „Enkeltrick“: Betrüger wieder in Leipzig unterwegs

Polizei warnt vor „Enkeltrick“: Betrüger wieder in Leipzig unterwegs

Die Leipziger Polizei warnt erneut vor Betrügern die mit dem sogenannten Enkeltrick unterwegs sind. So haben am Donnerstag Unbekannte gleich dreimal versucht, die Hilfsbereitschaft älterer Mitbürger auszunutzen.

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Die Polizei warnt erneut vor Betrügern mit dem "Enkeltrick".

Quelle: André Kempner

Leipzig. Dazu wählten sie ihre Opfer – jedes Mal Frauen im Alter von 66 bis 88 Jahren – aus drei verschiedenen Stadtteilen aus.

Die Seniorinnen in Schönefeld, Gohlis und Zentrum erhielten jeweils mehrere Anrufe einer weiblichen Person, die sich als Verwandte ausgab. In den Telefonaten bat die Frau um finanzielle Unterstützung für einen Immobilienkauf, Schuldentilgung oder ähnliches. In zwei Fällen fuhren die Opfer tatsächlich zu ihren Bankfilialen, um den geforderten fünfstelligen Betrag abzuheben.

Eine der beiden, eine 66-Jährige, war jedoch unsicher und erzählte einem Angestellten der Sparkasse in der Humboldtstraße, warum sie soviel Geld benötigt. Dieser klärte die Seniorin sofort darüber auf, dass es sich um einen Trickbetrug handeln könnte, und informierte die Polizei. Ein anderes Opfer hob die Summe sogar ab. Eine Übergabe erfolgte aber nicht, da eine nahe Verwandte misstrauisch geworden war und hinzukam.

Tipps der Polizei bei der Entgegennahme von zweifelhaften Anrufen:

- nachfragen, wer am Telefon ist

-

niemals

selbst einen Namen nennen und fragen, ob der Anrufer das sei

- Rufnummer nennen lassen und mit den bekannten Rufnummern der Person abgleichen

- dem Anrufer zu verstehen geben, man habe gerade Verwandte oder Bekannte zu Besuch

- sich ein bestimmtes Erlebnis erzählen lassen, das nur die Person kennen kann

- mitteilen, man hätte weder Geld zuhause noch auf dem Konto und keine Kontovollmacht

-

niemals

Bankdaten wie Kontonummer, Geldinstitut oder ähnliches herausgeben

-

nicht

zur Bank fahren; wenn doch, dann dem Schalterangestellten von dem Telefonat berichten

- Verwandte oder Nachbarn informieren und eventuell zu sich holen

- nicht aus der Ruhe bringen lassen, auch wenn es zu sehr vielen Telefonaten kommt

- die Polizei informieren

Stefan Banitz

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