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Polizei will Geisterfahrt auf A38 bei Leipzig mit Zeugen rekonstruieren

Tödliches Unglück Polizei will Geisterfahrt auf A38 bei Leipzig mit Zeugen rekonstruieren

Nach dem tödlichen Geisterfahrer-Unfall auf der A38 bei Leipzig ist noch immer nicht klar, warum der 64-Jährige aus dem Burgenlandkreis in die falsche Richtung fuhr. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, um das Unglück zu rekonstruieren.

Tödliches Ende einer Geisterfahrt: Ein 64-Jähriger kam am Dienstagnachmittag auf der A38 bei Leipzig ums Leben, nachdem er mit seinem Ford Fiesta in die falsche Richtung aufgefahren war.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Die Leipziger Polizei sucht nach dem tödlichen Geisterfahrer-Unfall auf der A38 nach Zeugen. Bislang sei noch unklar, warum der 64-Jährige am Dienstagnachmittag in die falsche Richtung auf die Autobahn auffuhr, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki am Mittwoch gegenüber LVZ.de. Daher setze man nun auf die Hilfe von Personen, die den Falschfahrer aus dem Burgenlandkreis gesehen haben oder ihm in Fahrtrichtung Göttingen ausgewichen sind. Auch der Anrufer, der den Notruf absetzte, wird gesucht.

Ein Geisterfahrer ist bei einem Unfall auf der A38 bei Leipzig am Dienstag gestorben. Zwei Personen sind außerdem schwer verletzt worden.

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„Es ist bislang noch nicht klar, wo der Mann falsch auf die Autobahn auffuhr“, erklärte Loepki. Zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Südwest und Neue Harth stieß der 64-Jährige um 16.28 Uhr mit seinem Ford Fiesta mit zwei Autos zusammen. Während ein 29-jähriger Transporter-Fahrer eine schwere Kollision noch verhindern konnte, krachte ein 47-jähriger Audi-Fahrer frontal in den Kleinwagen hinein. Der 64-jährige Falschfahrer verstarb noch am Unfallort nahe Hartmannsdorf-Knautnaundorf. Die beiden Unfallopfer wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Als Ursache für die Geisterfahrt können laut Polizei bislang weder ein Versehen noch körperliche Gründe wie gesundheitliche Beschwerden, Alkohol- oder Drogeneinfluss ausgeschlossen werden. Von der Staatsanwaltschaft sei eine Obduktion des verstorbenen Fahrers angeordnet worden, sagte Loepki. Auch ein Suizid sei denkbar, bislang gebe es hierfür aber keine Hinweise, so der Polizeisprecher. Die beiden Autofahrer, die mit dem Wagen des 64-Jährigen zusammenstießen, konnten aufgrund ihrer Verletzungen bislang noch nicht befragt werden. Die Autobahn in Richtung Göttingen musste wegen des Unglücks bis gegen 22 Uhr komplett gesperrt werden.

Hinweise an die Verkehrspolizei in der Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, oder telefonisch unter 0341 / 25 52 84 7.

Autobahnen in Thüringen erhalten Markierungen gegen Falschfahrer

In Thüringen sollen bis Jahresende alle Autobahnauffahrten Schilder und Markierungen erhalten, um Geisterfahrer abzuhalten. Etwa 80 Prozent der 68 Anschlussstellen seien bereits zusätzlich markiert und beschildert, sagte der Präsident des Landesamtes für Bau und Verkehr, Markus Brämer, am Mittwoch. Die Arbeiten dafür hätten bereits im vergangenen Jahr begonnen. Sie seien im Zuge von ohnehin fälligen Wartungsarbeiten erledigt worden, um Kosten zu sparen, so Brämer. Markierung und Beschilderung kosten insgesamt etwa 200.000 Euro. Am Dienstag war die Anschlussstelle Suhl-Friedberg auf der Autobahn 73 neu markiert worden, um Autofahrer zu warnen, wenn sie in die falsche Fahrtrichtung unterwegs sind. An diesem Donnerstag soll die Auffahrt Suhl-Zentrum folgen.

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Auf der A38 bei Leipzig herrschte am Dienstag bis 21.30 Uhr Stillstand. In Richtung Göttingen hatte ein Geisterfahrer einen schweren Unfall verursacht und war dabei gestorben. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.

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