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Porsche-Einbrecher in Leipzig hinterließen keine Spuren – Airbags aus 110 Neuwagen gestohlen

Porsche-Einbrecher in Leipzig hinterließen keine Spuren – Airbags aus 110 Neuwagen gestohlen

Die Täter kamen am frühen Morgen und arbeiteten mit höchster Präzision: Nach dem Aufbruch von 110 Fahrzeugen am Leipziger Porsche-Werk steht die Polizei vor einem Rätsel.

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Die Airbag-Diebe im Leipziger Porsche-Werk gingen offensichtlich höchst professionell vor. An den Fahrzeugen fanden sich keinerlei Einbruchspuren (Archivfoto).

Quelle: dpa

Leipzig. Wie die Diebe vom bewachten Auslieferungslager unbemerkt Fahrerairbags aus nagelneuen Wagen ausbauen konnten, ist noch unklar. Offensichtlich gingen sie dabei höchst professionell vor: „An den Fahrzeugen selbst fanden sich keinerlei Aufbruchspuren“, sagte Polizeisprecher Daniel Kapferer am Donnerstag.

Der Wert der Airbags liegt ersten Schätzungen zufolge bei mindestens 50.000 Euro. Der entstandene Schaden dürfte noch darüber liegen. Porsche-Sprecherin Julia Pirlich berichtete gegenüber LVZ-Online, dass die Täter die Airbags „fein säuberlich“ demontiert hätten. Die Ermittler schließen deshalb nicht aus, dass eine kriminelle Bande am Werk war, die genau wusste, wie, wo und wann sie zuschlagen kann.

Security hatte von Massendiebstahl nichts bemerkt

Der Fahrzeug-Stellplatz wird eigentlich rund um die Uhr von einem Sicherheitsdienst bewacht, der auch Streife läuft. Doch die Security-Mitarbeiter hatten von der Tat offenbar nichts bemerkt. „Es gibt bislang noch keine Hinweise zu den Tätern“, sagte Kapferer. Zwischen 5 und 9 Uhr am Mittwoch waren die Einbrecher laut Polizei vermutlich über den Zaun auf das Gelände gestiegen und so auch wieder entkommen.

Die 110 fabrikneuen Wagen vom Typ Panamera und Cayenne – zunächst war von 120 die Rede – waren allesamt speziell angefertigte Kundenbestellungen. Die Käufer müssten wegen des Massendiebstahls jedoch nicht länger auf ihre Fahrzeuge warten, betonte Pirlich. „Der Schaden kann umgehend behoben werden.“ Kriminaltechniker untersuchten noch am Mittwoch die betroffenen Fahrzeuge und sicherten Spuren. Die Kripo nahm Ermittlungen auf.

Kontrollen sollen „personell und technisch“ verstärkt werden

Nach Informationen von LVZ-Online wurden am Mittwochabend gezielt Mitarbeiter des Werks bei der Ausfahrt kontrolliert. Dabei soll es zu längeren Wartezeiten als sonst gekommen sein, berichteten Angestellte. Porsche-Sprecherin Pirlich dementierte dies. „Es gibt bei uns immer wieder sporadische Zufallskontrollen“, sagte sie. Diese seien am Mittwoch nicht verstärkt vorgenommen worden.

Porsche kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Auslieferungslager zu erhöhen. „Personell und technisch“ werde auf der Freifläche am Werk im Leipziger Nordwesten aufgerüstet, sagte Pirlich. Denn bislang sei ein solcher Fall in der Firmengeschichte einmalig. Der Diebstahl einer solchen Menge an Airbags sei schon „sehr ungewöhnlich“, hieß es auch von der Leipziger Polizei.

Robert Nößler

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