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Prager Orchester beim Konzert im Leipziger Gewandhaus bestohlen

Dreiste Langfinger Prager Orchester beim Konzert im Leipziger Gewandhaus bestohlen

Musikerinnen aus Prag sind am Sonntagabend im Gewandhaus bestohlen worden. Während die Künstlerinnen auf der Bühne ein Konzert gaben, drangen Unbekannte in die Garderobe des Konzerthauses ein.

Die Tschechischen Symphoniker Prag. (Archivfoto)

Quelle: ARGO Konzerte

Leipzig. Musikerinnen eines Prager Symphonieorchesters sind am Sonntagabend während ihres Konzerts im Leipziger Gewandhaus bestohlen worden. Nach Angaben der Polizei wurden Geld, Kreditkarten, Mobiltelefone und andere persönliche Dokumente aus einer der Garderoben entwendet, während die Künstlerinnen zusammen mit den anderen Musikern gerade auf der Bühne standen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler kommt ein vermeintlicher Fan des Orchesters als möglicher Täter in Frage.

Die „Tschechischen Symphoniker Prag“ unter Leitung von Petr Chromčák brachten am Sonntagabend im Großen Saal des Konzerthauses unter anderem Ludwig van Beethovens „9. Symphonie“ und Carl Orffs „Carmina Burana“ zu Gehör. Parallel dazu verschafften sich die oder der noch unbekannte Täter offenbar Zutritt zu einer der Künstlergarderoben, die eigentlich mit elektronischem Transponderschloss gesichert sind.

„Es gab keine Einbruchsspuren. Entweder der Dieb hatte eine Zugangskarte oder der Raum stand einfach offen“, erklärte Gewandhaussprecher Dirk Steiner am Montag gegenüber LVZ.de. Weil das Konzert von einem externen Veranstalter durchgeführt wurde, seien die Karten von diesem an die Prager Musiker ausgehändigt worden. Wer am Ende die Schlüsselgewalt über die Räume hatte und womöglich fahrlässig gehandelt hat, konnte noch nicht ermittelt werden.

Zum Täter gibt es dagegen eine erste Spur: „Im Nachhinein ist den Musikern aufgefallen, dass mit ihnen auch ein vermeintlicher Fan mit einem Blumenstrauß durch den Künstlereingang ins Gewandhaus kam“, so Steiner weiter. Kontrolliert wurde der Mann dabei nicht. Bei großen Künstlergruppen – das Prager Orchester hat mehr als 50 Mitglieder – sei eine Einzelfallprüfung durch das Sicherheitspersonal nicht möglich, sagte der Gewandhaussprecher. Wohin der vermeintliche Fan während des Konzerts verschwunden ist, blieb unklar. Zusammen mit einem Dolmetscher wurden die tschechischen Musiker auch zum vermeintlichen Täter befragt.

Sicher ist: Künftig werden Künstler im Gewandhaus wohl noch häufiger von den speziellen Schließfächern im Gewandhaus Gebrauch machen. „Die stehen ohnehin jedem zur Verfügung. Bisher waren solche Diebstähle im Gewandhaus aber auch die Seltenheit. Ich kann mich an drei Fälle in den vergangenen zehn Jahren erinnern“, sagte Steiner.

Von mpu

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