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Prozess in Leipzig wegen zweifachen Mordversuchs eröffnet - Motiv Eifersucht

Prozess in Leipzig wegen zweifachen Mordversuchs eröffnet - Motiv Eifersucht

Leipzig. Eine 26 Jahre alte Frau muss sich seit Mittwoch wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Leipzig verantworten. „Die Angeklagte hatte im Mai 2012 in Leipzig versucht, ihrer Schwägerin und deren dreijährigem Sohn das Leben zu nehmen“, sagte Staatsanwältin Tanja Lötschert bei der Verlesung der Anklage.

Demnach soll die Frau aus überzogener Selbstbezogenheit auf ihre Schwägerin und ihren Neffen eifersüchtig gewesen sein.

Die Schwägerin und der Dreijährige, die sich in dem Strafverfahren als Nebenkläger von einer Anwältin vertreten lassen, hätten „potenziell lebensbedrohliche Brandverletzungen“ erlitten. Lötschert legte der Angeklagten, die die serbische Staatsangehörigkeit besitzt, neben versuchtem Mord in zwei Fällen gefährliche Körperverletzung und den Versuch der Geiselnahme zur Last. Die Staatsanwältin sah die Mordmerkmale der Heimtücke und niedrigen Beweggründe als erfüllt an.

Sabina B., die sich in Untersuchungshaft befindet, soll im Mai 2012 ihre Schwägerin und deren Sohn in ihre Wohnung gelockt haben. Dort habe sie ihnen Limonade und Kaffee zu trinken gegeben, die mit Alkohol vermischt waren. Als der Neffe müde wurde und sich schlafen legen wollte, habe sie mehrere Liter kochend heißes Pflanzenöl über ihn und seine Mutter gegossen, sagte die Staatsanwältin. Mutter und Kind hätten Brandverletzungen zweiten und dritten Grades erlitten. Bei der Schwägerin seien 24 Prozent der Haut verbrannt gewesen, bei deren Sohn elf Prozent.

Staatsanwältin: Neffe sollte vor den Augen der Mutter getötet werden

Anschließend habe die Angeklagte erfolglos versucht, ihre Schwägerin mit einem Kabel zu erdrosseln und über die Brüstung des Wohnzimmerfensters zu drücken. Danach habe sie mit einem 30 Zentimeter langen Küchenmesser gegen ihre Schwägerin vorgehen wollen. „Sie sagte zu ihrer Schwägerin, sie wolle ihren Neffen vor den Augen der Mutter töten“, berichtete Lötschert. „Wenn die Schwägerin das nicht wolle, solle sie aus dem Fenster springen.“ Sie habe mit dem Küchenmesser in den Rücken ihrer Schwägerin gestochen. Ein Versuch, der Frau in die Brust zu stechen, sei misslungen.

Der Anwalt der Angeklagten, Christian Avenarius, kündigte für den nächsten Verhandlungstag eine Erklärung seiner Mandantin an. Die erste Strafkammer hat bislang vier weitere Verhandlungstage anberaumt und will voraussichtlich Ende Februar ihr Urteil verkünden.

dapd

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