Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Prozess um Bäckerei-Überfall in Leipzig vertagt – Opfer droht Kollaps

Neustart im Herbst Prozess um Bäckerei-Überfall in Leipzig vertagt – Opfer droht Kollaps

Wegen des drohenden Zusammenbruchs einer Zeugin musste der Prozess um den brutalen Raubüberfall auf einen Bäckerladen in Leipzig ausgesetzt werden. Die Verkäuferin vom Täter schwer misshandelt worden. Das Landgericht will den angeklagten Räuber zudem von einem Psychiater begutachten lassen.

Das Landgericht Leipzig hat den Prozess um einen brutalen Raubüberfall auf eine Bäckereifiliale vertagt.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Wegen des drohenden Zusammenbruchs einer Zeugin musste der Prozess um den brutalen Raubüberfall auf einen Bäckerladen an der Leipziger Georg-Schumann-Straße zunächst unterbrochen und letztlich ausgesetzt werden. Die Verkäuferin (32) war am 5. Februar dieses Jahres von dem Räuber, der es auf den Tresor des Geschäftes an der Axis-Passage abgesehen hatte, so schwer misshandelt worden, dass sie vorübergehend das Bewusstsein verlor. Der Mann hatte sie gewürgt, ihr ins Gesicht getreten, sie massiv bedroht. Die Frau war blutüberströmt, sie hatte Todesangst. Laut Anklage soll ein Stammkunde, Marcus V. (28), der Täter sein. Zum Prozessauftakt am 30. Juni hatte er – wie berichtet – geschwiegen, will dem Vernehmen nach aber ein Alibi haben.

Nach Einschätzung eines Rechtsmediziners, der jetzt als Sachverständiger bei der Prozessfortsetzung am Landgericht vor Ort war, wird die Frau aufgrund der schweren gesundheitlichen Folgen des Übergriffs für maximal drei Monate nicht verhandlungsfähig sein. Sie hatte den Täter, den sie als regelmäßigen Kunden kannte, als „eiskalt“ und „völlig verändert“ beschrieben. Die 8. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Rüdiger Harr hielt es für dringend erforderlich, den Angeklagten, einen Verkäufer, von einem Psychiater untersuchen zu lassen. Eine Begutachtung wurde in Auftrag gegeben. Der Prozess wird daher voraussichtlich im Herbst von vorn beginnen.

Marcus V. muss sich wegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung verantworten. Der Vorwurf des versuchten Mordes steht aber nach wie vor im Raum, hieß es. Dem Opfer war am Tattag die Flucht gelungen, während sich der Räuber mit dem Tresor befasste. Er floh schließlich auch – ohne Beute.

Von Sabine Kreuz

Voriger Artikel
Mehr aus Polizeiticker Leipzig
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Leipziger Ordnungsamt. mehr