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Polizeiticker Leipzig Prozess um Vergewaltigung einer Flüchtlingshelferin verzögert sich
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Prozess um Vergewaltigung einer Flüchtlingshelferin verzögert sich
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19:54 22.08.2016
Vergewaltigung im Leipziger Kirchenasyl? Der Vorwurf einer Flüchtlingshelferin ist seit Monaten ein Fall für Justitia. Quelle: dpa
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Leipzig

Der Prozess um die Vergewaltigung einer Flüchtlingshelferin im Kirchenasyl dauert weitaus länger als geplant. Die 8. Strafkammer des Landgerichts Leipzig benannte am Montag noch vier weitere Verhandlungstermine bis zum 17. Oktober dieses Jahres. Eine Verständigung zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung in dem bereits seit Ende Juni laufenden Prozess ist gescheitert.

Die Anklagebehörde wirft dem Iraker Firas M. (38) zweifache Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung der Sozialbetreuerin (43) Ende 2015 vor. Zudem soll es im Januar 2016 zu zwei weiteren Fällen der sexuellen Nötigung und Körperverletzung gekommen sein. Am 11. Januar wurde M. festgenommen; sitzt seither in Untersuchungshaft.

Eine freikirchliche Gemeinde aus Leipzig gewährte dem Iraker Unterschlupf in ihrer Gästewohnung, nachdem 2015 sein Asylantrag abgelehnt worden war. Die ehrenamtliche Helferin gab dem Mann Sprachunterricht, kaufte für ihn ein. Im Sommer 2015 ging die verheiratete Frau eine sexuelle Beziehung zu dem Mann ein, die sie im September wieder beendete. Sie bezichtigte den Angeklagten der schweren Übergriffe Ende 2015/Anfang 2016, während er von einvernehmlichen sexuellen Kontakten sprach. Das Gericht will noch einen Sachverständigen und zum wiederholten Mal die betroffene Helferin vernehmen, die auch Nebenklägerin im Verfahren ist.

Von S.K.

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