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Prozess um mutmaßlichen sexuellen Missbrauch von Schülerinnen

Landgericht Leipzig Prozess um mutmaßlichen sexuellen Missbrauch von Schülerinnen

Hat ein Grünauer in seiner Wohnung in der Zschampertaue minderjährige Mädchen sexuell missbraucht? Seit gestern beschäftigt sich die 3. Strafkammer des Landgerichts mit dieser Frage. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll sich Thomas Q. (37) im November und Dezember 2012 in drei Fällen an Schülerinnen vergangen haben.

Am Landgericht Leipzig hat am Mittwoch ein Prozess um mutmaßlichen sexuellen Missbrauch von Kindern begonnen.

Quelle: André Kempner

Leipzig.. Hat ein Grünauer in seiner Wohnung in der Zschampertaue minderjährige Mädchen sexuell missbraucht? Seit Mittwoch beschäftigt sich die 3. Strafkammer des Landgerichts mit dieser Frage. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll sich Thomas Q. (37) im November und Dezember 2012 in drei Fällen an Schülerinnen vergangen haben. Die Kinder, damals im Alter zwischen zwölf und dreizehn Jahren, hätten bei dem Angeklagten in dessen Wohnung übernachtet. In einem Fall habe sich eine Schülerin gegen die Zudringlichkeiten gewehrt. „Sie verpasste dem Angeklagten zwei Ohrfeigen“, schilderte Staatsanwalt Michael Höhle die Situation. Er habe sie dann fixiert und ihr den Mund zugehalten, weil sie schreien wollte, letztlich aber von ihr abgelassen.

An einem anderen Abend sollen gleich zwei Mädchen bei Thomas Q. die Nacht verbracht haben. Laut Anklage lag er zwischen ihnen auf dem Schlafsofa, habe auf seinem Laptop Pornos geschaut. Dann sei es zu einem sexuellen Übergriff auf eine Zwölfjährige gekommen, so Höhle. Das Kind ging auf die Toilette, schloss sich ein. „Ich habe dort geweint“, sagte das mittlerweile 15-jährige Mädchen vor Gericht. Gleichwohl sei sie nach diesem Erlebnis noch bis zum nächsten Tag gegen 10 Uhr bei dem Mann geblieben.

Zum Teil widersprach die Schülerin bei der Befragung vor Gericht ihren früheren Aussagen aus polizeilichen Vernehmungen, häufig beantwortete sie die Fragen auch mit „Keine Ahnung, weiß nicht mehr.“ So behauptete sie, Thomas Q. bis zu jenem Übergriff nicht gekannt zu haben und zuvor nie bei ihm gewesen zu sein. Doch aus einem anderen Verfahren ist aktenkundig, dass sie drei Wochen vorher in der Wohnung des Angeklagten war, als dort ein Mann verprügelt wurde. „Ich habe auch einmal zugetreten“, räumte sie schließlich ein.

Doch wie konnte das Kind überhaupt in solche Kreise geraten? In der Vergangenheit sei sie mehrfach von der Polizei aufgegriffen worden, weil sie als Minderjährige spätabends noch auf der Straße war, gab sie zu. Auch dabei soll sie von sexuellen Übergriffen des Angeklagten berichtet haben.

Der Beschuldigte äußerte sich zum Prozessauftakt nicht. Zumal Thomas Q. im Zusammenhang mit den Vorwürfen im April 2013 selbst Opfer einer Körperverletzung geworden sei, wie sein Verteidiger Stephan Flemming erklärte.

Die 3. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Norbert Göbel verhandelt den Fall wieder am 23. November.

 

Von Frank Döring

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