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Polizeiticker Leipzig Prozessauftakt im Mordfall Jasmin in Leipzig: Angeklagter Sebastian S. bleibt regungslos
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Prozessauftakt im Mordfall Jasmin in Leipzig: Angeklagter Sebastian S. bleibt regungslos
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15:35 17.07.2015
Verteidiger Rainer Wittner mit dem Angeklagten Sebastian S. am Freitagmorgen beim Prozessauftakt im Leipziger Landgericht. Quelle: Andreas Döring
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Leipzig

verlesen. Der 23-Jährige soll die 19-Jährige aus aus Elbisbach (Kreis Leipzig) am Pfingstsonnabend zunächst sexuell missbraucht und anschließend getötet haben. Sebastian S. nahm die Anklage am Freitag regungslos zur Kenntnis. Eine Erklärung von ihm zu den Umständen des Verbrechens gab es bisher nicht.  

Der Angeklagte war bereits kurz nach Auffinden der Leiche am 9. Juni verhaftet worden. Obwohl er in den anschließenden Vernehmungen die Tat bereits gestanden und auch Angaben zum Ablauf gemacht hat, sind die Motive für das Verbrechen bisher unklar. Diese soll nun auch in der Gerichtsverhandlung geklärt werden.  

Jasmin K. war am Pfingstsamstag mit zwei Freunden – darunter Sebastian S. – zur Disco nach Frauendorf (Kreis Leipzig) gefahren und von dort nicht nach Hause zurückgekehrt. Eltern, Freunde, Nachbarn und Polizei hatten damals eine groß angelegte Suche gestartet. Die Spuren hatten schnell zu Sebastian S. geführt. Nach der Vermisstenanzeige hatte die Polizei auch Sebastian S. befragt. Seine Aussagen waren allerdings zunächst wenig aufschlussreich. Er hatte offenbar neben Alkohol und Drogen auch eine hohe Dosis Schlaftabletten geschluckt. Möglicherweise, so die Vermutungen heute, wollte sich der mutmaßliche Gewaltverbrecher das Leben nehmen.

Für die Ermittler ist das ein wichtiger Punkt. Sollten sie dem 23-Jährigen die Tötung nachweisen, müssten sie auch klären, ob er dabei klar im Kopf war. Im Rausch von Alkohol, Drogen und Tabletten könnte eine verminderte Schuldfähigkeit in Frage kommen. Im Extremfall ist auch gar keine Schuldfähigkeit denkbar, Sebastian S. dürfte dann zu keiner Haftstrafe verurteilt werden. Ihn würde allerdings, wie in solchen Fällen üblich, eine dauerhafte Einweisung in eine geschlossene medizinische Einrichtung erwarten.

Andreas Debski / mpu

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