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Prügelei nach dem Spiel des SC DHfK Leipzig vor der Arena – Günther kündigt harte Linie an

Prügelei nach dem Spiel des SC DHfK Leipzig vor der Arena – Günther kündigt harte Linie an

Chaoten haben erstmals auch ein Handballspiel in Leipzig als Plattform genutzt. Am Rande der Partie des SC DHfK gegen Eintracht Hildesheim lieferten sich gewaltbereite Besucher eine Auseinandersetzung vor der Arena.

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In der Halle verlief alles friedlich: Der SC DHfK holte gegen Hildesheim ein Unentschieden.

Quelle: Nitsche

Leipzig. Nach Angaben der Polizei rief ein Gast in der Halbzeit bei den Ordnungshütern an und berichtete von Provokationen zwischen bis zu 70 Fußballfans und rund 30 Anhängern des Handballs. Vor Ort zeigte sich einer Streife allerdings ein anderes Bild. Hildesheimer Fans und Anhänger des SC DHfK hatten sich gegenseitig provoziert. Eine Sicherheitsfirma hatte zu diesem Zeitpunkt den Konflikt bereits eingedämmt.

Nach dem Abpfiff gegen 21 Uhr flammte die Auseinandersetzung allerdings wieder auf. Am Waldplatz versammelten sich den Beamten zufolge mehrere Fußballanhänger. Welchen Verein sie unterstützen, teilten die Ordnungshüter nicht mit.

Eine Security-Mitarbeiter rief wenige Minuten später die Polizei zu Hilfe, weil sich zunächst an der Westseite der Arena rund 50 Personen prügelten. Als die Sicherheitskräfte eintrafen, beobachteten sie eine Schlägerei an der Kreuzung Jahn-Allee/Marschnerstraße. Beim Anblick der Beamten flüchteten die beiden rivalisierenden Gruppen in unterschiedliche Richtungen, hieß es. „Der Polizei gelang es dennoch, von 15 Teilnehmern die Personalien aufzunehmen“, berichtete Behördensprecherin Maria Braunsdorf.

Karsten Günther, Geschäftsführer der DHfK-Handballer, reagierte am Sonntag geschockt auf die Vorfälle. „So etwas hat bei unseren Spielen nichts zu suchen, wir lehnen Gewalt ab“, sagte er. Die Grün-Weißen stellten am Sonnabend mit knapp 4.500 Fans einen neuen Saisonrekord bei den Besuchern auf. Vor dem Punktspiel traf eine Promimannschaft von Stefan Kretzschmar auf den Verbandsligisten Lok Leipzig Mitte. Anschließend spielte der Zweitligist um Aufstiegspunkte in friedlicher Atmosphäre. Von Schlägereien bekamen die Gäste in der Halle nichts mit.

Laut Günther erhielten die Hildesheimer allerdings Unterstützung von Schlachtenbummlern aus Magdeburg und Dessau. Offenbar befanden sich darunter auch gewaltbereite Personen. Als Gegner hatten sie die Fans um die Gruppe „Rambazamba“, die stets hinter dem Tor auf der Arena-Südseite für Stimmung sorgt, ausgemacht. Der Grund für den Konflikt und weshalb die Situation letztlich eskalierte, blieb am Wochenende offen.

Die Polizei kündigte weitere Ermittlungen an. Nach jetzigen Erkenntnissen hat der Konflikt an der Arena mit der Prügelei am Goerdelerring einige Stunden später nichts zu tun.

Auch der SC DHfK will zur Aufklärung beitragen. „Wir werden am Montag die Aufnahmen von Sicherheitskameras auswerten“, berichtete Günther. Sollten sich auch DHfK-Fans schuldig gemacht, kündigte der Geschäftsführer eine harte Linie an. „Solche Leute werden dann kein Spiel mehr bei uns besuchen“, so Günther.

Matthias Roth

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