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Randalierer wüten in Leipzigs größter Gartensparte in Schleußig

Randalierer wüten in Leipzigs größter Gartensparte in Schleußig

Sie hatten wohl einfach Langeweile und wollten etwas kaputt machen: Drei Unbekannte sind gestern gegen Mitternacht durch die Kleingartenanlage "An der Dammstraße" in Schleußig gezogen, haben vor allem Laubentüren und Zäune zerstört.

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Ärger über Vandalismus: Vereinschef Ralph Baganz gestern früh an einem aufgebrochenen Gartentor in der Sparte "An der Dammstraße".

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ein größeres Polizeiaufgebot zwang die Täter allerdings zu einer überstürzten Flucht.

Die Beamten fanden bei der Durchsuchung der Anlage drei Fahrräder, welche von den Randalierern offenbar in der Eile zurückgelassen wurden. Zumindest eines war zuvor gestohlen worden, berichtete Polizeisprecher Alexander Bertram. "Die Fahrräder werden derzeit noch kriminaltechnisch untersucht."

Wie hoch der entstandene Schaden ist, ließ sich gestern noch nicht sagen. "Wir müssen jetzt erst mal alle betroffenen Pächter informieren und dann die Schäden aufnehmen", sagte Vereinsvorsitzender Ralph Baganz (62).

Seit Ende Oktober habe es wieder zugenommen, dass ungebetene Gäste die Anlage heimsuchen. Ein paar Mal sei seither eingebrochen worden. "Als Kleingärtner hat man sich leider an solche Sachen gewöhnen müssen."

Schon seit Jahren ist die Stimmung bei vielen Leipziger Laubenpiepern schlecht. Regelmäßig suchen Einbrecher und Brandstifter die 208 Kleingartenanlagen der Stadt mit ihren rund 32 500 Parzellen heim, fackeln vor allem in den Herbst- und Wintermonaten liebevoll hergerichtete Gartenhäuschen ab oder plündern die Grundstücke. Viele Pächter geben deshalb entnervt auf.

Die Sparte "An der Dammstraße" - mit 33 Hektar und 821 Parzellen die größte Leipzigs - hat deshalb eine Gruppe Ordnung und Sicherheit, in der Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit das ganze Jahr über in unregelmäßigen Abständen auf Streife gehen. "Das hat sich bewährt", so Baganz, seit 2007 Chef des Kleingartenvereins. "Wir tun eine Menge für die Sicherheit und wohl deshalb passiert bei uns auch nicht ganz so viel." Ganz verhindern ließen sich Einbrüche und Vandalismusschäden allerdings auch dadurch nicht. Zumindest das Material für die Reparatur der beschädigten Zäune bekämen die Pächter vom Verein, betonte der Vorsitzende. "Aber der materielle Schaden ist immer nur die eine Seite", räumte er ein. "Alle Gärten werden liebevoll gepflegt, bei jedem Spatenstich sind die Pächter mit viel Herzblut dabei. Umso schmerzvoller ist es, wenn Unbekannte nachts Pflanzen rausreißen oder andere Sachen zerstören."

Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt wegen Einbruchs und Sachbeschädigung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.11.2014

Döring, Frank

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