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Razzia am Hauptbahnhof: Drogenhund „Max“ findet Dealer-Verstecke

Verstecke erschnüffelt Razzia am Hauptbahnhof: Drogenhund „Max“ findet Dealer-Verstecke

Erneut ist die Polizei gegen die Drogenszene im Umfeld des Hauptbahnhofes vorgegangen. Dabei kam auch ein Spürhund zum Einsatz, der mehrere Verstecke entdeckte – unter anderem in einem Baum.

Mithilfe eines Spürhundes hat die Polizei mehrere Drogenverstecke entdeckt. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Der Rauschgiftvorrat war in einem Baum versteckt, doch Drogenhund „Max“ fand die Depots der Dealer: Erneut ist die Polizei gegen die Drogenszene im Umfeld des Hauptbahnhofes vorgegangen. Beamte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Bahnhof-Zentrum – ihr gehören Kräfte von Bundes- und Landespolizei an – rückten am Dienstagnachmittag gleich zweimal zum Müller-Park am Willy-Brandt-Platz aus.

Gegen 15.30 Uhr hatten sie drei mutmaßliche Dealer im Alter von 18 bis 31 Jahren unter Beobachtung. Zunächst schien die Spur eher kalt zu sein, denn bei den Kontrollen wurden bei den Tatverdächtigen keinerlei illegale Substanzen gefunden. An dieser Stelle kam Kollege „Max“ zu Hilfe. Der Rauschgiftspürhund erschnüffelte gleich mehrere Verstecke. Er fand verbotene Betäubungsmittel nicht nur in einem Baum, sondern auch unter Rindenmulch. Sogar in einer anscheinend weggeworfenen Zigarettenschachtel waren Drogen versteckt, die offenbar mit dem verdächtigen Trio in Verbindung stehen. „Gegen die drei Männer wird nun wegen Handelns mit Betäubungsmitteln ermittelt“, so Polizeisprecher Alexander Bertram gestern.

Gegen 16.45 Uhr hatte die Ermittlungsgruppe dann eine Clique mit elf Männern und Frauen im Alter von 25 bis 53 Jahren im Visier. Aufgrund ihres Äußeren rechnet die Polizei sie der Punk-Szene zu. Hier förderten die Beamten bei Kontrollen in zumindest einem Fall Rauschgift zutage. Drogenhund „Max“ erledigte dann den Rest, fand drei weitere kleinere Drogenpäckchen auf dem Rasen des Müller-Parks. „Offenbar wurden diese durch die Personen noch schnell weggeworfen“, so Bertram. „Gegen mindestens einen 47-Jährigen ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.“

Schon seit Längerem gehen Bundes- und Landespolizei gegen die von Nordafrikanern dominierte Dealer-Szene im Bahnhofsumfeld vor. Immer wieder heben die Beamten am Schwanenteich,  im Müller-Park und am Georgiring Rauschgiftverstecke aus, nehmen Kleindealer fest. Erst im Januar hatten Fahnder hinter der Oper Drogendepots unter der Erde ausfindig gemacht. Nachschub für Dealer wurde auch in Blumenkübeln entdeckt. Und auch gewaltsame Auseinandersetzungen innerhalb der Szene bleiben nicht aus. Im Dezember 2015 stach ein Tunesier (27) einen Marokkaner (29) nieder, verletzte ihn lebensgefährlich.

Bisweilen landet die Polizei allerdings auch reine Zufallstreffer im Kampf gegen illegale Drogen. So wollten Beamte am Dienstagvormittag am Lindenauer Hafen einen Mercedes sichern, bei dem mit einem Pflasterstein eine Scheibe eingeschlagen war. Als sie sich das Auto näher ansahen, staunten sie nicht schlecht: In dem Wagen waren mehrere Drogentütchen versteckt. Gegen den Besitzer (34) wird nun ebenfalls ermittelt.

Frank Döring

Willy-Brandt-Platz, Leipzig 51.343933 12.380929
Willy-Brandt-Platz, Leipzig
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