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Razzia im Ex-Clubhaus der Leipziger Hells Angels – Ermittlung im Mordfall

Gangkriminalität Razzia im Ex-Clubhaus der Leipziger Hells Angels – Ermittlung im Mordfall

Fünf Monate nach den tödlichen Schüssen auf ein Mitglied der Straßengang United Tribuns in Leipzig hat die Polizei am Dienstag erneut unter anderem das Clubhaus der rivalisierenden Hells Angels durchsucht.

Vermummte Beamte der Leipziger Polizei waren am Dienstag unter anderem auf dem ehemaligen Gelände der Hells Angels aktiv.
 

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig.  Mehrere Dutzend Beamte der Polizei haben am Dienstagmorgen das frühere Gelände der Hells Angels in der Dessauer Straße und einen Rotlichtbetrieb in der Torgauer Straße durchsucht. Wie der ermittelnde Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz gegenüber LVZ.de erklärte, standen die Sicherungsmaßnahmen der Beamten im Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf ein Mitglied der Straßengang United Tribuns im Juni 2016 auf der Leipziger Eisenbahnstraße. Aufgrund der laufenden Ermittlungen wollte Schulz am Dienstag allerdings keine näheren Angaben zu den beiden Razzien machen.

Direkt nach den tödlichen Schüssen im Sommer hatten die Beamten noch am Tatort ein Mitglied des inzwischen aufgelösten Leipziger Hells Angels als dringend tatverdächtig verhaftet. Denkbar wäre, dass die Beamten am Dienstag im früheren Clubhaus der Rockergang sowie im Rotlichtmilieu nach weiteren Anhaltspunkte für die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Täter gesucht haben. Denn wie Oberstaatsanwalt Schulz gegenüber LVZ.de erklärte, wurde bisher noch keine Anklage gegen den 30-Jährigen erhoben.

Bei einer Schießerei zwischen Mitgliedern der Streetgang "United Tribuns" und der Motorrad-Gang "Hells Angels" am Samstagnachmittag sind ein Mann getötet, zwei weitere verletzt worden.

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Auslöser für das Verbrechen am 25. Juni 2016 sollen Gebietsstreitigkeiten zwischen den Hells Angels und den rivalisierenden United Tribuns in Leipzig gewesen sein. Vor dem Clubhaus der Tribuns am Otto-Runki-Platz an der Eisenbahnstraße kam es damals erst zu Handgreiflichkeiten zwischen mehreren Mitgliedern beider Clubs. Dann fielen Schüsse und der 27-jährige Veysel A. blieb schwer verletzt auf der Straße liegen. Er starb wenig später im Krankenhaus. Zwei weitere Mitglieder der United Tribuns erlitten ebenfalls schwere Verletzungen, konnten aber gerettet werden.

Neben dem 30-jährigen Hauptverdächtigen aus den Reihen der Hells Angels saß zwischenzeitlich auch der 33-jährige Chef des Leipziger Ablegers in Haft. Er wurde allerdings nach einer Vernehmung wieder freigelassen. Wenige Tage später lösten sich die Leipziger Hells Angels auf.

Von mpu

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