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Razzia in Leipzig: Steuerfahnder sprengen bundesweit agierende Silberhändler-Bande

Razzia in Leipzig: Steuerfahnder sprengen bundesweit agierende Silberhändler-Bande

In Privatwagen sollen sie große Mengen Silber quer durch die Republik transportiert haben. Verkauft wurde das Edelmetall am Fiskus vorbei. Bei einer bundesweiten Razzia haben Hamburger Steuerfahnder ein kriminelles Händler-Netzwerk mit Verbindungen nach Leipzig gesprengt.

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Mit Silber aus dem Ausland soll die Bande rund 20 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Aich in Leipzig fanden Durchsuchungen statt.

Quelle: dpa

Leipzig/Hamburg. Den insgesamt 16 Verdächtigen werde Umsatzsteuerhinterziehung in Höhe von rund 20 Millionen Euro vorgeworfen, teilte die Finanzbehörde am Donnerstag mit.

Bei der Razzia in fünf Städten durchsuchten die Fahnder am 31. Juli nach monatelangen Ermittlungen insgesamt 40 Objekte in mehreren deutschen Städten, darunter Hamburg, Berlin, München und Leipzig. Insgesamt werden laut Steuerfahndung 16 Personen verdächtigt, an dem Netzwerk beteiligt gewesen zu sein. Bei der Razzia wurden unter anderem Bargeld, zwei Tonnen Silber und mehrere Luxusfahrzeuge im Wert von rund zwei Millionen Euro beschlagnahmt. Das Silber war als Granulat in Säcken abgepackt. Eine Schusswaffe und Drogen wurden ebenfalls sichergestellt.

Rund 200 Ermittler an Razzia beteiligt

„Auch in Leipzig wurden Durchsuchungen durchgeführt und Beweise beschlagnahmt“, sagte Daniel Stricker, Sprecher der Hamburger Finanzbehörde, gegenüber LVZ-Online. Wo genau der Einsatz stattfand und wie viele der Verdächtigen aus der Messestadt kommen, wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Insgesamt 60 Polizeibeamte, 130 Steuerfahnder und weitere Finanzbeamte seien an der Razzia beteiligt gewesen. Der mutmaßliche Kopf der Bande, ein 31-Jähriger, wurde in Hamburg von einem Mobilen Einsatzkommando (MEK) festgenommen.

Im Ausland soll die Bande über Scheinfirmen das Silber zum Nettopreis eingekauft und in Deutschland mit Aufschlag der Mehrwertsteuer veräußert haben. „Diese wurde aber nicht abgeführt“, so Stricker. In Privat-Pkw sei das Edelmetall von den Händlern durch ganz Deutschland transportiert worden. An Raststätten hätten die Wagen dann den Besitzer gewechselt. „Das Ganze war sehr konspirativ aufgebaut“, berichtete Stricker. Bei einer Verurteilung drohen den Mitgliedern der Bande Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

Robert Nößler

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