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Rechte Parolen auf Ortsschildern - Polizei ermittelt

NPD begrüßt Vandalismus Rechte Parolen auf Ortsschildern - Polizei ermittelt

Nachdem in einer konzertierten Aktion Ortseingangsschilder in Leipzig und Umgebung mit fremdenfeindlichen Parolen beklebt wurden, ermittelt nun die Polizei. Ab Montag beginnt die Stadt die beschmierten Schilder zu reinigen oder auszutauschen.

Schon am Samstag wurden die rechten Botschaften auf den Ortseingangsschildern unkenntlich gemacht oder entfernt.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Aufregung und Betroffenheit in Leipzig-Liebertwolkwitz und Leipzig-Holzhausen, in Markranstädt und Markkleeberg, in Machern und Jesewitz und in vielen weiteren Gemeinden: Unbekannte Täter haben in der Nacht von Freitag auf Sonnabend sowohl im Leipziger Stadtgebiet als auch im Umland etliche Ortseingangsschilder mit der fremdenfeindlichen Parole „Refugees in ... not welcome“ („Flüchtlinge in ... nicht willkommen“) beklebt.

Einen genauen Überblick über die Anzahl der verschandelten Schilder gab es laut Polizei bis zum Sonntag noch nicht. Es sei aber eine umfangreichere Aktion gewesen, hieß es. Die Ordnungshüter hätten die Ermittlungen aufgenommen. Die Stadt Leipzig teilte mit, dass die Mitarbeiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes von Montag an die Tafeln entweder austauschen oder reinigen würden.

In verschiedenen Orten legten empörte Bürger inzwischen selber Hand an und entfernten die Aufkleber mit ihren roten Buchstaben. Im Leipziger Stadtteil Holzhausen zum Beispiel gingen Ortsvorsteher Hans-Jürgen Raqué und sein CDU-Parteifreund Uwe Kotalla mit gutem Beispiel voran. „Ich bin maßlos enttäuscht von der Intoleranz“, sagte Raqué am Samstagnachmittag. Sollten die Täter aus der Nachbarschaft stammen, müsse er sich für seinen Ort schämen. „Zumal bis heute noch kein einziger Flüchtling Holzhausen betreten hat.“ Die Bürger vor Ort und alle Messestädter forderte der Christdemokrat auf: „Lasst uns bitte zusammenstehen und diesem ekelerregenden Gedankengut keinen Platz bieten.“

Anders die Reaktion beim Leipziger Kreisverband der NPD: Er feierte die Tat im Internet, sprach von einem „kreativen Protest gegen die Asylflut“. Die Rechten allein listeten bereits 16 Fälle auf.

dom

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