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Reiterhof-Mord in Leipzig: Auch Leichenhunde im Einsatz

Noch keine Spur zum Mörder Reiterhof-Mord in Leipzig: Auch Leichenhunde im Einsatz

Bei der Suche nach dem Mordverdächtigen vom Pferdehof in Knauthain hat die Polizei jetzt erstmals auch spezielle Leichensuchhunde eingesetzt. In Behördenkreisen wird längst nicht mehr ausgeschlossen, dass Hermann Haase bereits tot ist. Zum möglichen Motiv wurden unterdessen weitere Details bekannt.

Trauernde haben Blumen für den getöteten Rocco J. am Pferdehof in Knauthain niedergelegt.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Gut eine Woche nach den tödlichen Schüssen auf den Knauthainer Reiterhof-Chef Rocco J. (52) gibt es noch keinen konkreten Hinweis zum Mörder. Dies teilte Jana Friedrich von der Staatsanwaltschaft Leipzig am Freitag auf Anfrage mit. Der gesuchte Mordverdächtige Hermann Haase (50) hatte nach der Tat am 3. Dezember seinen Audi A8 in Connewitz abgestellt, ist seither verschwunden. Die Autoschlüssel soll er bei der Staatsanwaltschaft abgegeben haben – zusammen mit Gerichtsakten zu einem Erbschaftsverfahren, welches als mögliches Tatmotiv gilt.

Der Österreicher soll vor vier Jahren seine Ehefrau und den Sohn wegen einer Geliebten verlassen haben, berichtete die Wiener Kronen-Zeitung. Diese Frau soll in Leipzig ein Erbe erwartet haben, was Haase womöglich sehr gelegen kam. „Er verließ sich auf die Erbschaft“, zitiert die Kronen-Zeitung Freunde. In seinem Umfeld habe Haase nämlich Schulden gemacht und nicht mehr zahlen können.

In Behördenkreisen wird längst nicht mehr ausgeschlossen, dass Haase bereits tot ist. Man müsse in Betracht ziehen, dass er sich nach der Tat selbst gerichtet hat, hieß es. Bei der Suche nach dem Verdächtigen sollen deshalb auch spezielle Leichensuchhunde zum Einsatz gekommen sein. Während der Planung der Einsätze würden verschiedene denkbare Varianten berücksichtigt, hieß es dazu gestern seitens der Staatsanwaltschaft. Sichere Hinweise für einen Suizid, so wurde betont, gebe es aber bisher nicht.

Während die Suchmaßnahmen im Stadtgebiet am Dienstag mit einem Hubschrauber unterstützt wurden, blieb der Helikopter am Mittwoch witterungsbedingt am Boden, so Staatsanwältin Friedrich. Am Donnerstag gab es einen kurzen Flug mit Wärmebildkamera über dem südlichen Auwald.

F. D.

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