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Reizgas im Leipziger Sozialamt – Kriminalpolizei ermittelt

Zehn Verletzte Reizgas im Leipziger Sozialamt – Kriminalpolizei ermittelt

Zehn Menschen sind am Montagabend durch Reizgas verletzt worden. Inzwischen ermittelt die Kriminalpolizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Archivfoto

Quelle: dpa

Leipzig. Nach dem Austritt von Reizgas am Montagabend im Leipziger Sozialamt hat die Kriminalpolizei inzwischen die Ermittlungen übernommen. Wie Behördensprecherin Katharina Geyer gegenüber LVZ.de sagte, gehe es um den Verdacht von gefährlicher Körperverletzung.

Zehn Personen mussten am Montagabend mit Atemwegsproblemen in Krankenhäusern behandelt werden, nachdem gegen 18 Uhr im Verwaltungsgebäude in der Großen Fleischergasse Gas ausgetreten war. Eine der Verletzten habe sich übergeben müssen – ungewöhnlich bei üblichem Reizgas, hieß es.

Die herbei geeilte Feuerwehr ließ das Sozialamt nach ihrem Eintreffen sofort evakuieren, 19 Menschen waren zum Zeitpunkt noch im Gebäude. Anschließend wurde das Gebäude gründlich untersucht. „Die Feuerwehr konnte dabei aber keine toxischen Stoffe feststellen“, sagte Geyer. Auch ein technischer Defekt konnte inzwischen ausgeschlossen werden.

Die Ermittler gehen derzeit deshalb davon aus, dass das Gas aus einem Pfefferspray oder einer ähnlichen Distanzwaffe gekommen sei. Ob ein gezielter Angriff Ursache der Verletzungen war, ist unklar. Es sei auch denkbar, dass unsachgemäßer Umgang zum Austritt geführt habe, sagte die Polizeisprecherin. Beispielsweise könnte ein Pfefferspray versehentlich ausgelöst worden sein.

Insgesamt waren am Montagabend in der Leipziger City 15 Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr und neun Rettungswagen im Einsatz. Gegen 21.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Am Dienstag konnte die Behörde wieder öffnen.

Von mpu

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