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Reizgasangriff in Leipziger Linienbus: Polizei sucht jungen Mann und wertet Videos aus

Reizgasangriff in Leipziger Linienbus: Polizei sucht jungen Mann und wertet Videos aus

War es ein gefährlicher Streich, ein Versehen oder doch ein Anschlag? Nach der mysteriösen Reizgas-Attacke mit fünf Verletzten in einem Linienbus in Leipzig-Gohlis sucht die Polizei nach einem etwa 20-jährigen Mann.

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In einem Bus der Linie 90 in Leipzig-Gohlis klagten Fahrgäste am Dienstagabend über Augen- und Atemwegsreizungen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Der Fahrgast hatte den Bus der Linie 90 am Dienstagabend verlassen, kurz bevor bei den Insassen Hustenbeschwerden einsetzten. Er werde vorerst nicht als Tatverdächtiger sondern als Zeuge gesucht, betonte Polizeisprecherin Birgit Höhn gegenüber LVZ-Online.

Die Hintergründe für den Vorfall seien weiterhin „nebulös“, so Höhn. Zeugen hatten beobachtet, dass der Mann gegen 20.30 Uhr an der Haltestelle S-Bahnhof Möckern zugestiegen war und den Bus eine Haltestelle weiter an der Seelenbinderstraße wieder verließ. Nach Polizeiangaben war er etwa 1,80 Meter groß, schlank und hell bekleidet. Möglicherweise könne der Mann zur Aufklärung des Falls beitragen, sagte Höhn. Parallel würden die Videoaufnahmen aus dem Bus ausgewertet.

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Leipzig. Nachdem vermutlich ein Unbekannter eine reizende Substanz in einem Bus der Linie 90 verteilt hat, ist es am Dienstagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in Leipzig-Gohlis gekommen. Wie Rettungszentrale und Polizeileitstelle gegenüber LVZ-Online mitteilten, klagten zehn Fahrgäste über Atemwegsprobleme. Fünf von ihnen, darunter der Fahrer, mussten ambulant behandelt werden.

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Unklar bleibt weiterhin, um welche reizende Substanz es sich handelte, die die Beschwerden bei den Fahrgästen auslöste. Obwohl die Feuerwehr am Abend mit einem Gefahrgutzug und einem Messfahrzeug zur Haltestelle Georg-Schumann-/Lindenthaler Straße in Gohlis anrückte, waren keine gefährlichen Substanzen mehr feststellbar. „Die Luft war nach dem Öffnen der Türen bereits so verdünnt, dass wir mit unseren Geräten keine Messergebnisse mehr feststellen konnten“, erklärte Feuerwehr-Sprecher Joachim Petrasch.

LVB zeigen sich „erschrocken“

 

Vier der zehn Fahrgäste im Alter zwischen 18 und 67 Jahren sowie der 38-jährige Fahrer wurden bei dem Vorfall leicht verletzt. Sie klagten über tränende Augen und gereizte Atemwege. Laut Polizei wurden die drei Frauen und zwei Männer ins Uniklinikum gebracht und dort behandelt. Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

„Wir sind erschrocken über den Vorfall“, sagte Marc Backhaus, Sprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Eine technische Erklärung für den Vorfall könne ausgeschlossen werden. Die Feuerwehr habe das Fahrzeug untersucht und dabei keine Probleme festgestellt. Auch ein Anschlag gegen die LVB hielt Backhaus für unwahrscheinlich. Drohungen gegen das Unternehmen habe es im Vorfeld nicht gegeben, so der Sprecher.

Robert Nößler

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