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Revision zurückgezogen: Urteil gegen Mörder vom Leipziger Elsterbecken ist rechtskräftig

Revision zurückgezogen: Urteil gegen Mörder vom Leipziger Elsterbecken ist rechtskräftig

Im Fall der zerstückelten Leiche aus dem Leipziger Elsterbecken ist das Urteil gegen den gebürtigen Arnstädter Benjamin Hupel (24) rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft zog ihre Revision wieder zurück.

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Benjamin Hupel war im Dezember wegen Mordes an Jonathan H. (23) zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht ordnete zudem die unbefristete Einweisung in die Psychiatrie an. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. "Diese hat nach unserer Auffassung keine Aussicht auf Erfolg", sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Dienstag auf LVZ-Anfrage. Das stehe nach Prüfung des Ergebnisses der Beweisaufnahme sowie der mündlichen Urteilsbegründung nunmehr fest.

Wie berichtet, verurteilte das Landgericht Hupel am 13. Dezember wegen Mordes an Jonathan H. (23) zu 14 Jahren Haft und ordnete seine unbefristete Einweisung in die Psychiatrie an. Der Angeklagte hatte gestanden, 2011 seinen Freund getötet und die Leiche zerstückelt zu haben. Er habe ein "besonders hervorstechendes Verbrechen" begehen wollen. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf lebenslänglich, die Verteidigung wegen Schuldunfähigkeit auf Freispruch. Übereinstimmend beantragten sie die Unterbringung des schwer gestörten Mannes in einer Klinik - im Maßregelvollzug.

 

Hupel befindet sich noch in der Leipziger Justizvollzugsanstalt, bestätigte am Dienstag Leiter Rolf Jacob. Sobald das sächsische Sozialministerium einen Platz in einer Klinik zuweist, wird der Mörder dort untergebracht. In der Regel behandelt der Maßregelvollzug des Krankenhauses Altscherbitz in Schkeuditz vom Landgericht Leipzig verurteilte psychisch kranke Täter.

Hupel, dem eine schizoide Persönlichkeitsstörung attestiert wurde, bleibt so lange in einer Klinik, bis er geheilt ist. Das kann im wörtlichen Sinne lebenslänglich bedeuten. Richter überprüfen regelmäßig den Fall, holen Stellungnahmen und Gutachten von Ärzten ein. Die Zeit der Maßregel wird auf die Strafe angerechnet. 

Sabine Kreuz

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