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Risse in der Gefängnismauer – Sanierung für drei Millionen Euro läuft

JVA Leipzig Risse in der Gefängnismauer – Sanierung für drei Millionen Euro läuft

Damit auch wirklich keiner flüchten kann: Die sechs Meter hohe Sicherheitsmauer um die Justizvollzugsanstalt (JVA) mit Krankenhaus in Leipzig-Meusdorf wird derzeit für drei Millionen Euro saniert. Grund sind Risse in der Betonoberfläche.

Die Firma Pressbau aus Erfurt saniert die Leipziger JVA-Mauer.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Damit auch wirklich keiner flüchten kann: Die sechs Meter hohe Sicherheitsmauer um die Justizvollzugsanstalt (JVA) mit Krankenhaus in Leipzig-Meusdorf wird saniert. Grund sind Risse in der Betonoberfläche, teilte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) auf Anfrage mit. Dabei waren Betonmauer sowie der Gitterzaun dahinter erst 1997 errichtet worden. Kostenpunkt: 8,5 Millionen (damals noch) Mark. Für die jetzigen Maßnahmen stehen laut SIB-Sprecherin Petra Brommer rund drei Millionen Euro zur Verfügung. „Begleitend zur Sanierung werden auch die sicherheitstechnischen Anlagen erneuert“, so Brommer. Dabei geht es etwa um Kameras, Elektronik, Alarmanlagen. Das aktuelle Projekt, das im März gestartet wurde, läuft SIB zufolge bis Dezember nächsten Jahres. Sowohl auf der Innen- als auch Außenseite der 690 Meter langen Mauer tragen Arbeiter Spritzbeton auf. Weil sie sich um fünf Prozent nach innen neigt – die Idee eines englischen Architekten – wirkt sie niedriger und nicht so starr. „Aus Sicherheitsgründen kann immer nur in kleinen Abschnitten gearbeitet werden. Denn alle Gerätschaften müssen nachts aus dem Bereich der Mauer wieder entfernt sein, damit sie nicht als eventuelle Überstiegshilfe genutzt werden können. Aus diesem Grund gibt es auch kein Gerüst“, erklärt JVA-Chef Rolf Jacob. Seinen Worten zufolge ist das Gefängnis an der Leinestraße „eine sichere Anstalt“. Es besteht dort seit September 2001. In den knapp 16 Jahren seither gab es „keinen Ausbruch“. Lediglich ein Insasse habe flüchten und das Gefängnis, versteckt unter einem Auto, vorzeitig verlassen wollen. Ein Mithäftling hatte ihn verraten. Das sei etwa ein Jahrzehnt her, so Jacob.

Am Freitag gab es im Hafthaus der JVA – es verfügt über 397 Haftplätze – 403 Insassen. Dabei gilt ein Gefängnis bereits bei 90 Prozent als voll belegt. Gründe dafür sind unter anderem, dass immer wieder Zellen wegen anfallender Reparaturen nicht zur Verfügung stehen oder es auch dringend erforderlich ist, Insassen getrennt voneinander unterzubringen. Weitere 48 Häftlinge lagen am Freitag im Krankenhaus (Kapazität: 70 Betten) sowie 35 Häftlinge im Freigängerhaus (49 Plätze). Knapp 42 Prozent aller Insassen sind Ausländer aus mehr als 20 Nationen.

Von Sabine Kreuz

Leipzig 51.3396955 12.3730747
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