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Rocker befolgen Einreiseverbot für Leipzig

Nach tödlichen Schüssen Rocker befolgen Einreiseverbot für Leipzig

Das von der Stadt Leipzig verhängte Einreiseverbot für auswärtige Rocker in Leipzig ist bislang befolgt worden. Laut Angaben eines Polizeisprechers haben die Beamten bis Sonntagmittag keine Versuche festgestellt, in die Messestadt zu gelangen. Das Verbot wurde am Donnerstag erlassen und gilt bis Montagmorgen.

Mehrere Hundertschaften sind im Einsatz, um die Zugangsstraßen von und zu Leipzig zu kotrollieren.

Quelle: dpa

Leipzig. Eine Woche nach den tödlichen Schüssen im Leipziger Rockermilieu haben sich auswärtige Rocker an das Einreiseverbot für die Stadt gehalten. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki am Sonntag. Die Stadt hatte am Donnerstag ein Rocker-Einreiseverbot erlassen, das bis Montagmorgen gilt. Hintergrund war ein für das Wochenende angekündigtes Treffen der Hells Angels.

"Alles ist ruhig verlaufen", bestätigte auch Stadtsprecher Matthias Hasberg. Die Nachricht vom befristeten Aufenthaltsverbot und den massiven Kontrollen habe sich offenbar verbreitet. Von Widersprüchen gegen die Allgemeinverfügung vom Freitag sei bei der Stadt nichts bekannt. In Zukunft werde man die Szene weiter im Blick haben. Man sei dabei auf Informationen von Polizei und Landeskriminalämtern angewiesen. Sobald sich wieder eine Situation anbahne, müsse jeweils individuell entschieden werden, mit welchen Mitteln man reagiere.

In den vergangenen Tagen mehrten sich jedoch die Anzeichen, dass sich der Leipziger Ableger möglicherweise aufgelöst hat. Laut dem Sprecher ist es in dem Clubhaus, in dem das Treffen stattfinden sollte, bisher ruhig geblieben. Möglicherweise sei das Haus komplett geräumt worden, hieß es.

Die Polizei hatte das Einreiseverbot seit Freitagabend kontrolliert. Die Beamten wollen ihre hohe Präsenz am Wochenende aufrecht erhalten.

Bei einer Schießerei am 25. Juni im Leipziger Osten starb ein Mitglied der Rockergruppe United Tribuns, zwei weitere wurden schwer verletzt. Als mutmaßliche Täter sitzen zwei Mitglieder der Hells Angels in Untersuchungshaft.

bm (mit dpa)

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