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Rund 400 Leipziger stellen sich NPD in den Weg – Kundgebung an den Ostplatz verlegt

Rund 400 Leipziger stellen sich NPD in den Weg – Kundgebung an den Ostplatz verlegt

Mehrere hundert Gegendemonstranten haben sich am Dienstag auf dem Leipziger Augustusplatz versammelt, um Widerstand gegen eine geplante NPD-Kundgebung zu leisten.

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Mehrere hundert Menschen protestierten am Dienstag gegen einen Wahlkampf-Auftritt der NPD am Leipziger Ostplatz.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Die für 16 Uhr angekündigte und genehmigte Wahlkampf-Veranstaltung fand allerdings nicht am ursprünglich avisierten Ort sondern erst gegen 18.30 Uhr am Ostplatz statt.

Aufgrund der Anzahl von 400 Protest-Teilnehmern sei der Stopp der NPD-„Deutschlandtour“ vom Augustusplatz an den wenige Kilometer entfernten Ostplatz verlegt worden, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf gegenüber LVZ-Online. „Es wurde nach einer Ausweichmöglichkeit gesucht, um die Kundgebung trotzdem durchführen zu können“, erklärte sie.

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Leipzig. Mehrere hundert Gegendemonstranten haben sich am Dienstag auf dem Leipziger Augustusplatz versammelt, um Widerstand gegen eine geplante NPD-Kundgebung zu leisten. Die für 16 Uhr angekündigte und genehmigte Wahlkampf-Veranstaltung fand allerdings nicht am ursprünglich avisierten Ort sondern am Ostplatz statt. Dort kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

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Die Nachricht von dem alternativen Veranstaltungsort sprach sich unter den Gegenprotestlern schnell herum. Rund 200 folgten dem Aufruf des Aktionsnetzwerkes „Leipzig nimmt Platz“, sich am Ostplatz einzufinden. Laut Polizei standen sie „etwa zehn bis zwölf“ NPD-Anhängern gegenüber. Ein Polizeikonvoi schirmte die NPD ab, um gewaltsame Auseinandersetzungen zu verhindern. Mitgereiste NPD-Anhänger selbst spannten Schirme auf, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen. Mit lautstarken Protestrufen, hochgehaltenen Schuhen und lärmenden Trillerpfeifen äußerten die Gegendemonstranten ihren Unmut.

Verkehr am Ostplatz kommt zum Erliegen

Die Atmosphäre war angespannt, blieb aber bis zum Ende der Versammlung friedlich. Der Verkehr am Ostplatz kam allerdings zum Erliegen. Die Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe mussten zwischenzeitlich umgeleitet werden. Geplanter Versammlungszeitraum war ursprünglich von 16 bis 20 Uhr. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ hatte kurzfristig zu den Protesten gegen die Veranstaltung „Asylflut und Eurowahn stoppen – NPD in den Bundestag" aufgerufen.

„Wir sind nahezu begeistert über die Resonanz auf die sehr kurzfristig anberaumten Proteste gegen die NPD-Kundgebung. Hunderte Menschen haben gezeigt, dass sie bereit sind zivilen Ungehorsam gegen neonazistische Ideologien zu leisten.“ zeigte sich Juliane Nagel vom Aktionsnetzwerk am Abend zufrieden. "Wir werden Rassismus in Leipzig niemals dulden, egal ob von der NPD propagiert oder durch Teile der Mehrheitsgesellschaft.“

Proteste zuvor auch in Halle

Die NPD sollte Leipzig ursprünglich bereits am Nachmittag von einem Termin in Halle erreichen. Dort hatten etwa 300 Gegendemonstranten des Bündnisses gegen Rechts protestiert und den 13 Parteianhängern den Zugang zum Marktplatz versperrt. Die Veranstaltung wurde ebenfalls verlegt, wie die Polizei Halle mitteilte.

Bei der Abreise aus der Saalestadt stellten sich einige Demonstranten den NPD-Fahrzeugen in den Weg. Um Straftaten zu verhindern, schritt die Polizei ein. Mindestens eine Person soll verletzt worden sein. Zudem seien Ermittlungen wegen Sachbeschädigung an einem der NPD-Autos aufgenommen worden.

juli/nöß/swd

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