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Polizeiticker Leipzig Säure-Anschlag in Leipzig: Opfer fühlt sich im Stich gelassen – Fünf Personen verletzt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Säure-Anschlag in Leipzig: Opfer fühlt sich im Stich gelassen – Fünf Personen verletzt
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16:16 27.11.2013
In Leipzig-Plagwitz musste die Feuerwehr wegen eines Säureunfalls ausrücken. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

Fünf Personen sind nach bisherigen Erkenntnissen beim Einatmen der giftigen Dämpfe verletzt worden.

Leipzig. Gefährlicher Einsatz für Polizei und Feuerwehr am Mittwoch in Leipzig: Einbrecher sind gegen Mittag in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Siemensstraße eingedrungen und haben dort ätzende Säure verteilt. Fünf Personen sind beim Einatmen der giftigen Dämpfe verletzt worden. Am Abend sprach LVZ-Online mit dem Opfer. „Mein Ex-Freund belästigt mich seit Monaten", sagte die Bewohnerin.

Unter den Geschädigten befindet sich nach Polizeiangaben die 29-jährige Bewohnerin und ein 48-jähriger Beamter. Beide mussten wegen Reizung der Atemwege und Augen in einer Klinik behandelt werden. Die drei weiteren verletzten Personen wurden ambulant versorgt.

Am Abend erklärte das Opfer Lydia S. gegenüber LVZ-Online: „Ich wollte am Donnerstag umziehen, fast all meine Sachen sind mit der giftigen Flüssigkeit überschüttet worden und nun komplett zerfressen." Nach Angaben der Polizei werde ein Beziehungs-Drama als Ursache für den Säure-Anschlag nicht ausgeschlossen. Lydia S. sagte: „Ich werde seit vier Monaten von meinem Ex-Freund auf schlimmste Art und Weise belästigt. Er hat unter anderem bereits mehrmals bei mir eingebrochen und Fensterscheiben eingeworfen." Auch um ihre zwei Kinder habe sie Angst: „Ich fühle mich von der Polizei im Stich gelassen."

 

Seit etwa 12 Uhr waren Feuerwehr und Polizei in Plagwitz vor Ort, sperrten die Straße und räumten das Gebäude. „Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass Flusssäure in der Wohnung verteilt wurde“, sagte Polizeisprecher Michael Hille.

Die Feuerwehr sei noch dabei, Proben von der Lösung zu nehmen, die bei Berührung mit der Haut sofort zu Verätzungen führt. „Wir werden die Säure in ein Labor schicken, um bald Klarheit zu haben“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Seine Kollegen arbeiteten in Plagwitz mit säuredichten Schutzanzügen und Atemgeräten, um sich vor der gefährlichen Substanz zu schützen. „Die Umstände in der Wohnung und das Milieu waren sehr dubios", sagte ein Verantwortlicher der Feuerwehr gegenüber LVZ-Online.

Die Einsatzkräfte waren auch am Abend noch in der Siemensstraße mit den Ermittlungen beschäftigt.

Anne Grimm

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