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Schießerei in Leipzig: Weitere Rocker im Fokus

Schwerer Landfriedensbruch Schießerei in Leipzig: Weitere Rocker im Fokus

Nach der Anklageerhebung gegen vier Mitglieder der Hells Angels wegen gemeinschaftlichen Mordes stehen weitere Rocker im Visier der Ermittler. Laut Staatsanwaltschaft laufen im Zusammenhang mit der tödlichen Schießerei im vergangenen Jahr in der Leipziger Eisenbahnstraße gegenwärtig noch Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 14 weitere Beschuldigte

Weitere Hells Angels, aber auch Mitglieder der verfeindeten United Tribuns stehen im Visier der Ermittler.

Quelle: dpa

Leipzig. Nach der Anklageerhebung gegen vier Mitglieder der Hells Angels wegen gemeinschaftlichen Mordes stehen weitere Rocker im Visier der Ermittler. Wie die Staatsanwaltschaft gestern auf LVZ-Anfrage mitteilte, laufen im Zusammenhang mit der tödlichen Schießerei im vergangenen Jahr in der Eisenbahnstraße gegenwärtig noch Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 14 weitere Beschuldigte. Dabei handelt es sich um zwölf Höllenengel sowie zwei Mitglieder der verfeindeten United Tribuns (UT). Den Tatverdächtigen wird jeweils gemeinschaftlicher Landfriedensbruch in besonders schwerem Fall sowie versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte Staatsanwältin Jana Friedrich gestern mit. Wann in diesen Fällen mit einer Anklage zu rechnen ist, sei noch unklar.

Bisher sollen sich, wie berichtet, vier Mitglieder der Hells Angels wegen des Tatvorwurfs des gemeinschaftlichen Mordes vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Leipzig verantworten: Der mutmaßliche Todesschütze Stefan S. (31), dem auch versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in zwei weiteren Fällen vorgeworfen wird, sowie der frühere Boss des inzwischen aufgelösten Leipziger Charters des Rockerclubs, Marcus M. (34), und zwei weitere Höllenengel (40, 45). Nach Ansicht der Ermittlungsbehörden wollten sich die Höllenengel am 25. Juni 2016 in der Eisenbahnstraße für einen zuvor erfolgten Übergriff auf eines ihrer Mitglieder an den United Tribuns rächen. Der Türke Veysel A. (27), Anwärter bei den UT Iron City, kam dabei ums Leben, zwei UT-Mitglieder (32, 34) erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Bei den vier wegen Mordes angeklagten Männern wurde das Verfahren wegen Landfriedensbruchs nach Behördenangaben eingestellt, da die zu erwartende Strafe im Falle einer Verurteilung angesichts der schwerwiegenderen Tatvorwürfe nicht ins Gewicht fällt. Die zuständige Schwurgerichtskammer hat noch nicht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden, teilte das Landgericht gestern mit. Wann der wohl längere Zeit in Anspruch nehmende Prozess startet, ist somit ebenfalls noch offen.

Von Frank Döring

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