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Schießerei in der Eisenbahnstraße: Prozess gegen "Hells Angels" beginnt im Juli

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Gericht Schießerei in der Eisenbahnstraße: Prozess gegen "Hells Angels" beginnt im Juli

Im Juli beginnt der Prozess gegen vier Mitglieder der „Hells Angels“, die im Juni 2016 an einer Schießerei in der Leipziger Eisenbahnstraße beteiligt waren. Ihnen wird gemeinschaftlicher Mord an einem Mitglied der „United Tribuns“ vorgeworfen.

Hells Angels (Symbolbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Knapp ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf Mitglieder der Streetgang „United Tribuns“ im Sommer 2016 wird der Prozess gegen vier mutmaßliche Täter am Landgericht Leipzig eröffnet. Die 1. Strafkammer hat die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte das Landgericht am Dienstag mit.

Die Angeklagten Stefan S., Marcus M., Frank M. und Ferenc B. sollen an den Schüssen auf Mitglieder der „United Tribuns“ beteiligt gewesen sein. Dem 31 Jahre alten Stefan S. wird vorgeworfen am 25. Juni 2016 auf drei Männer der Streetgang geschossen zu haben. Diese wurden durch die Attacke des „Hells-Angels“-Mitglieds schwer verletzt. Der 27-jährige Veysel A. erlag seinen Schussverletzungen später im Krankenhaus. A. war kein Vollmitglied der „United Tribuns“ sondern ein sogenannter Prospect – ein Anwärter.

Bei einer Schießerei zwischen Mitgliedern der Streetgang "United Tribuns" und der Motorrad-Gang "Hells Angels" am Samstagnachmittag sind ein Mann getötet, zwei weitere verletzt worden.

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Die drei Mitangeklagten – ebenfalls Mitglieder der „Hells Angels“ – hätten zwar nicht geschossen, aber den Angriff von Stefan S. durch eigene Gewalttaten unterstützt. Die Staatsanwaltschaft wertet das Vorgehen der vier Hells Angels als gemeinschaftlichen Mord aus niedrigen Beweggründen. Dem Hauptangeklagten Stefan S. wird wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung der Prozess gemacht.

Die Hauptverhandlung beginnt am Montag, 17. Juli 2017, in Leipzig. Bislang sind 36 Verhandlungstage angesetzt. Damit könnte es am 2. Januar 2018 zur Urteilsverkündung kommen. Wegen des Konfliktpotentials zwischen „Hells Angels“ und „United Tribuns“ und wegen des großen öffentlichen Interesses wird das Verfahren von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begleitet.

Hintergrund des tödlich verlaufenden Angriffs waren Revierstreitigkeiten zwischen „Angels Hells“ und „United Tribuns“. Letztere waren dabei, ein sogenanntes Chapter: eine Ortsgruppe, in Leipzig zu etablieren. „Iron City“ war das erste Standbein der "Tribuns" in Sachsen. Das Clubhaus in der Eisenbahnstraße bestand erst seit Mai 2016. Bundesweit und darüber hinaus sind die „United Tribuns“ unter anderem in Prostitution und Menschenhandel verstrickt.

joka

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