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Schlägerei an der Haltestelle Hauptbahnhof – Unbekannter rief Allahu Akbar

Drei Verletzte Schlägerei an der Haltestelle Hauptbahnhof – Unbekannter rief Allahu Akbar

An der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof sind in der Nacht zum Freitag bei zwei massiven Messerattacken drei Personen verletzt worden. In einem Fall soll der Täter „Allahu Akbar“ („Gott ist groß“) gerufen haben. Die Polizei sieht jedoch keinen Anhaltspunkt für ein islamistisches Motiv.

Die Polizei ließ den Tatort vorübergehend absperren.
 

Quelle: TNN

Leipzig.  Die Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof ist in der Nacht zum Freitag zum Schauplatz zweier Messerattacken geworden. Wie die Polizei mitteilte, lieferten sich eine Gruppe Jugendlicher aus Syrien gegen 21 Uhr ein Wortgefecht mit einem Unbekannten ausländischer Herkunft. Daraufhin griff der Mann einen 17-jährigen Syrer mit einem Cuttermesser an. Der Jugendliche wich zurück und lief dabei gegen eine einfahrende Bahn. Dadurch fiel er zu Boden. Der Unbekannte verletzte ihn mit dem Messer im Gesicht und an den Armen. Während er die Klinge schwang, soll der Mann mehrfach „Allahu Akbar“ (arabisch für „Gott ist groß“) gerufen haben. Als der Täter von der übrigen Gruppe weggestoßen wurde, entfernte er sich.

Der 17-Jährige erstattete Anzeige bei der Bundespolizei und wurde anschließend in einem Krankenhaus behandelt. Die Ermittler gehen nicht von einem religiös motivierten Angriff aus. Ersten Erkenntnissen zufolge kennen sich die Jugendlichen und der Angreifer vage, da die Gruppe und der Mann nicht weit von voneinander entfernt wohnen. Für einen Bezug zu islamistischen Gruppen sah Polizeisprecher Uwe Voigt auf Nachfrage von LVZ.de keinerlei Anhaltspunkte.

Der Täter wird auf ein Alter von 20 bis 25 Jahre und eine Größe von 1,75 bis 1,80 Meter geschätzt. Die Jugendlichen beschreiben, er habe einen kurz gehaltenen Vollbart getragen und einen großen Mund mit schiefen Zähnen gehabt. Seine Gestalt sei dicklich gewesen, außerdem habe er ein schwarzes Basecap getragen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Wenige Stunden später kam es am gleichen Ort erneut zu einem blutigen Streit: Gegen 1.50 Uhr brach eine heftige Schlägerei aus. Dabei wurden nach Polizeiangaben zwei 24 und 26 Jahre alte Männer schwer verletzt. Nach Zeugenaussagen soll es an der Straßenbahnhaltestelle zwischen drei Personen zunächst ein heftiges Wortgefecht gegeben haben. Anschließend eskalierte die Situation.

Einer der Männer habe ein Fahrrad auf seinen Kontrahenten geworfen, so Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ.de. Daraufhin wehrten sich die beiden andere Männer und es kam im Gleisbereich zum Handgemenge. Als Beamte der Bereitschaftspolizei und des Reviers Zentrums eintrafen, lag der 26-Jährige mit Schnittverletzungen am Handgelenk und im Brustbereich am Boden. Der 24-Jährige erlitt massive Kopfverletzungen. Beide Männer mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der dritte Mann entfernte sich vom Tatort. „Das Motiv ist noch vollkommen unklar“, so Voigt.

Die Polizei sperrte in der Nacht einen Teil der Haltestelle ab und sicherte kriminaltechnische Spuren. Es wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Von nöß/chg

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