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Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz: Polizei fahndet mit Videos nach Randalierern

Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz: Polizei fahndet mit Videos nach Randalierern

Leipzig. Zerstörte Fensterscheiben, ein demolierter Streifenwagen und brennende Weihnachtsbäume: Mehrere tausend Euro Schaden sind die traurige Bilanz der Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz vom Sonntag.

„Das war kein Spaß mehr“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Montag gegenüber LVZ-Online. Ein 36-jähriger Beamter wurde bei den Ausschreitungen verletzt.

Als die Einsatzkräfte am Abend die alljährlichen Schneerandale mit rund 350 Teilnehmern im Leipziger Süden beenden wollen, werden sie von Chaoten mit Pflastersteinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern attackiert. Ein Polizist zieht sich durch ein Wurfgeschoss Verletzungen an Arm und Oberschenkel zu. „Das hätte auch weitaus schlimmer ausgehen können“, meint Voigt.

13 Einschläge an einem Polizeiauto

Ein Polizeiauto demolieren die Chaoten fast komplett: Insgesamt 13 Einschläge von Steinen und Flaschen zählen die Beamten an dem Fahrzeug, mehrere Scheiben gingen zu Bruch. Auch fünf Fenster der Sparkasse an der Scheffelstraße sind eingeworfen. Die Schadenssumme liege bei um die 10.000 Euro, berichtet Voigt. Noch sei jedoch nicht alles erfasst.

Festnahmen gibt es am Sonntagabend keine. Die gut 30 Beamten hätten etwa zehnmal so vielen Randalierern gegenüber gestanden, erklärt Voigt. Als diese Mülltonnen, Baustellenumzäunungen und Weihnachtsbäume von einem anliegenden Verkaufsstand am Mast einer Überwachungskamera auftürmen und anzünden, greifen die Einsatzkräfte ein. Die Täter können jedoch flüchten.

Nicht der erste Anschlag auf den Kameramast am Kreuz

Die Bilder der Kamera könnten nun bei der Fahndung nach den Randalierern hilfreich sein. Zwar wurde durch die Hitze die Stromversorgung gekappt. Dennoch sollen die Videos ebenso wie die Aufnahmen mobiler Polizeikameras auf mögliche Hinweise untersucht werden. Auch Zeugen wurden am Montag befragt, so Voigt. Die Chancen, die Chaoten zu fassen, werden aber selbst in Ermittlerkreisen als eher gering eingeschätzt. Fast alle Teilnehmer der Schneeballschlacht waren vermummt und teilweise auch maskiert. Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung, Brandstiftung und Diebstahls.

Es war nicht der erste Anschlag auf den Kameramast am Connewitzer Kreuz: Bereits im August 2011 zündeten Unbekannte mit Autoreifen und Holzpaletten die Laterne an und flüchteten. Auch damals wurden Pflastersteine in der Umgebung herausgerissen und Fensterscheiben eingeworfen. Von den Tätern fehlt bis heute jede Spur.

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Robert Nößler

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