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Polizeiticker Leipzig Schüsse, Schreie, Explosionen: Terror-Übung am Leipziger Hauptbahnhof
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Schüsse, Schreie, Explosionen: Terror-Übung am Leipziger Hauptbahnhof
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17:58 15.05.2017
Am Leipziger Hauptbahnhof simuliert die Polizei in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch einen Terroranschlag. (Archivfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

Für sechs Stunden wird der Leipziger Hauptbahnhof in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch in den Ausnahmezustand versetzt. Explosionsgeräusche donnern über die Bahnsteige, es fallen Schüsse, viele Menschen werden verletzt – alles ist zum Glück nur eine Übung. Von 22 bis 4 Uhr proben Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Deutsche Bahn das Vorgehen bei einem Terror-Anschlag. Bei dem Einsatz soll alles so realistisch wie möglich wirken. „Es wird auch Statisten geben, die Verletzte simulieren“, erklärte Bundespolizei-Sprecherin Yvonne Manger am Montag.

„Auch Schreie zu hören“

Ziel der Übung sei es, das Zusammenwirken der verschiedenen Kräfte zu proben, so Manger. Der genaue Anschlagsort wird vorab geheim gehalten, um das Agieren der Einsatzkräfte unter Zeitdruck testen zu können. „Es werden auch Schreie zu hören sein, um das Szenario so realistisch wie möglich wirken zu lassen“, so Manger. Um eine Panik zu vermeiden, wird die Öffentlichkeit – anders als häufig bei Probealarm-Szenarios üblich – vorab informiert. „Die umliegenden Hotels erhalten zum Beispiel auch Info-Flyer“, berichtete Manger.

Die Großübung wird sicherlich nicht unbemerkt bleiben: Eine dreistellige Zahl an Einsatz- und Rettungskräften beteiligt sich daran, darunter Beamte der Polizeidirektion Leipzig sowie der Bundespolizei, Feuerwehrleute, Notärzte und Sanitäter. „Alles, was verfügbar ist, wird im Einsatz sein“, so Manger.

Keine Auswirkungen auf Bahnverkehr

Für den Bahnverkehr werde es keine Einschränkungen geben, betonte die Sprecherin. Alle Züge sollen wie gewohnt rollen. Operativ könne es rund um den Bahnhof jedoch zu Sperrungen und Verkehrsbehinderungen kommen – die Entscheidung darüber obliegt der Einsatzleitung je nach Notwendigkeit. Auch auf Schaulustige hat sich die Bundespolizei eingestellt. „Das gehört zu einem solchen Szenario dazu“, meint Manger.

Von nöß

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