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Schüsse auf 26-Jährigen im Leipziger Osten – Noch keine Vernehmung des Opfers möglich

Schüsse auf 26-Jährigen im Leipziger Osten – Noch keine Vernehmung des Opfers möglich

Leipzig. Nach den Schüssen auf einen 26-Jährigen am Mittwochabend im Leipziger Osten sind die Täter weiter auf der Flucht. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, dauere die Fahndung nach den mutmaßlich zwei Personen an.

Zudem werden weiter Anwohner befragt und Spuren ausgewertet, so Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online. Die Ermittler fanden mehrere Projektile am Tatort und warnten davor, dass die Täter auch weiterhin gefährlich sind.

Am Donnerstag sollte zudem das Opfer gehört werden, um Rückschlüsse auf das Motiv der Attentäter ziehen zu können. Wie der Polizeisprecher am Nachmittag erklärte, fühle sich der 26-Jährige gesundheitlich aber noch nicht in der Lage, um Auskunft geben zu können. Am Freitag soll die Anhörung des Mannes nach Angaben der Beamten erneut in Angriff genommen werden. 

Weiterhin wird in alle Richtungen ermittelt. Das beinhalte auch Mutmaßungen, die Schüsse könnten einen rechtsradikalen Hintergrund haben oder im Zusammenhang mit dem sogenannten „Leipziger Discokrieg“ stehen, der 2008 in der Messestadt für Schlagzeilen sorgte.

Das 26-jährige Leipziger mit türkischem Migrationshintergrund war am Mittwochabend gegen 19 Uhr vor seiner Wohnung in der Göschenstraße im Stadtteil Reudnitz von den Unbekannten angeschossen worden. „Die Täter schossen ihm gezielt in beide Beine“, so Voigt. Das zum Tatort eilende Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei fand den jungen Mann blutüberströmt im Eingang des Mehrfamilienhauses und ließ ihn umgehend in eine Klinik bringen. Sein Zustand sei inzwischen stabil, so die Polizei. Die 60-jährige Mutter des Opfers, die kauernd neben ihrem Sohn angetroffen wurde, musste ebenfalls medizinisch behandelt werden. Sie erlitt einen Schock.

Ersten Erkenntnissen der Kriminalisten zufolge haben die Täter offenbar vor dem Haus auf ihr Opfer gewartet. Im Gebäude lebt der 26-Jährige, der den Beamten wegen kleiner Delikte bekannt ist, zusammen mit seiner Familie. Eine erste Befragung im Umfeld des Tatorts brachte am Abend eine vage Täterbeschreibung zustande. Der mutmaßliche Schütze soll zwischen 25 und 30 Jahren alt und beim Attentat in Begleitung einer weiteren Person gewesen sein. Nach den Schüssen flüchteten beide Männer offenbar zu Fuß vom Tatort.

Nach dem Eintreffen des SEK am Mittwochabend am Tatort versammelten sich Dutzende Anwohner auf der Straße vor dem Haus, darunter auch die Familienmitglieder des Opfers. Ein Bruder des 26-Jährigen musste zwischenzeitlich von der Polizei in Gewahrsam genommen werden, weil er angesichts des Attentats nicht zu beruhigen war.

agri / fel / mro / mpu

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