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Schüsse bei Verfolgungsjagd: Einbrecherbande aus Leipzig geschnappt

Täter warfen Diebesgut aus Auto Schüsse bei Verfolgungsjagd: Einbrecherbande aus Leipzig geschnappt

Spektakuläres Ende einer Verfolgungsjagd: Mit Schüssen hat die Polizei eine von Leipzig aus agierende Einbrecherbande in Sachsen-Anhalt gestoppt. Die Männer warfen bei der Flucht auch Beute aus dem Auto. In zwei Wohnungen wurden Diebeslager ausgehoben.

Die Polizei hat eine georgische Diebesbande geschnappt, die von Leipzig aus auf Beutezug ging. (Symbolfoto).

Quelle: dpa

Leipzig. Nur mit Schüssen ließen sie sich auf der Flucht stoppen: Die Polizei hat eine von Leipzig aus agierende Einbrecherbande nach einer spektakulären Verfolgungsjagd in Sachsen-Anhalt geschnappt. Insgesamt vier Tatverdächtige wurden verhaftet. Den Männern im Alter zwischen 22 und 30 Jahren werden bandenmäßige Einbrüche, darunter auch im Leipziger Umland, vorgeworfen. Auf ihrer Flucht versuchten sie noch, sich der Beute zu entledigen und warf diese aus dem Autofenster. Doch auch das nützte nichts. „Das Diebesgut wurde eingesammelt und sichergestellt“, sagte Polizeisprecherin Katharina Geyer am Freitag gegenüber LVZ.de.

Festnahme auf der Landstraße

Auf frischer Tat waren die Georgier bereits am Dienstag bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus im Lützener Ortsteil Muschwitz ertappt worden. Was die Täter nicht ahnten: Schon seit einiger Zeit standen sie im Visier der Leipziger Kripo-Gruppe zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität (BEB) und wurden von einem Mobilen Einsatzkommando (MEK) observiert. Dieses hatte sich auch am Dienstag an ihre Fersen geheftet und den Wagen der Bande zunächst nach Delitzsch und anschließend nach Sachsen-Anhalt verfolgt. „Der Auftrag an das Kommando lautete: Zugriff auf frischer Tat!“, so Geyer.

Als das MEK die Männer in Muschwitz festnehmen wollte, ergriffen diese die Flucht. „Mit mehreren Einsatzfahrzeugen nahmen die Beamten daraufhin die Verfolgung auf“, berichtete Geyer. Die Fahrt schließlich endete auf der Landstraße 189 in Richtung Taucha (Sachsen-Anhalt). „Das Fluchtfahrzeug konnte nach der Abgabe von Warnschüssen durch die Polizei gestoppt werden“, so die Sprecherin. Die drei Autoinsassen im Alter von 22 bis 25 Jahren wurden festgenommen und der Polizei im Burgendlandkreis übergeben. Wie Geyer mitteilte, sei davon auszugehen, dass sich die Bande „gezielt in Deutschland aufhält, um Straftaten zu begehen“.

Diebeslager in Volkmarsdorf und Lindenau ausgehoben

Bei einer Razzia in zwei Leipziger Häusern stießen die Ermittler auf die mutmaßlichen Diebeslager. Die Wohnungen in der Konradstraße in Volkmarsdorf und der Spittastraße in Altlindenau waren zuvor als Aufenthaltsorte der Bande bekannt. Die Polizei fand dort zwei hochwertige Uhren, darunter eine goldene Rolex, Goldschmuck, Computer, Laptops, Ausweise und auch gefälschte Ausweise. Wie sich herausstellte, war eine der Uhren bei einem Einbruch am Montag in Doberschütz gestohlen worden.

Auch diese hochwertigen Uhren gehörten zum Diebesgut der georgischen Einbrecherbande

Auch diese hochwertigen Uhren gehörten zum Diebesgut der georgischen Einbrecherbande.

Quelle: Polizei Leipzig

Drei weitere Georgier im Alter zwischen 26 und 30 Jahren wurden bei der Razzia festgenommen. Einer von ihnen kam in Untersuchungshaft, auch gegen die drei Männer aus dem Auto wurden Haftbefehle erlassen. Für die Ermittler ist die Arbeit jedoch noch lange nicht beendet. „Das Diebesgut wird nun gesichtet und ausgewertet“, so Geyer gegenüber LVZ.de. Der Wert dürfte sich nach vorsichtigen Schätzungen auf mehrere tausend Euro belaufen. Es wird auch geprüft, ob noch mehr Einbrüche in Sachsen und Sachsen-Anhalt auf das Konto der Täter gehen – und die Bande möglicherweise größer ist als bislang bekannt. Die Ermittlungen, in die auch die Staatsanwaltschaft Naumburg eingebunden ist, laufen noch.

Von Robert Nößler

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