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Schwerer sexueller Missbrauch: Leipziger Kindesentführer droht lange Haftstrafe

Zwölfjährige am Mittwoch befreit Schwerer sexueller Missbrauch: Leipziger Kindesentführer droht lange Haftstrafe

Nach der Befreiung einer Zwölfjährigen aus Leipzig droht dem 36-jährigen Entführer nun eine langjährige Haftstraße. Wie LVZ.de erfuhr, soll der Mann das Kind auch sexuell missbraucht haben.

Der 36-Jährige wurde am Mittwoch in der Nähe von Söhesten festgenommen.

Quelle: Lucas Schneider

Leipzig.  Dem mutmaßlichen Entführer des zwölfjährigen Mädchens aus Leipzig droht eine langjährige Haftstrafe, die auch nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Die Polizei setzt derzeit die Puzzleteile der Tat zusammen. Nach LVZ-Informationen ermitteln die Beamten auch wegen schwerem sexuellen Missbrauchs an dem Kind.

Hinzu könnte eine Verurteilung wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung kommen, die die im Gesetz veranschlagte Mindeststrafe von zwei Jahren noch einmal deutlich erhöhen würde. Strafschärfend könnte zudem einer weiterer Fakt werden: Der Mann wurde wegen des Besitzes von Kinderpornografie in der Vergangenheit bereits zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen verurteilt.

Transporter war präpariert

Nach den vorliegenden Erkenntnissen soll der Leipziger das Kind am Mittwochnachmittag in dem Transporter vergewaltig haben. Sein Verbrechen hat er offenbar auch von langer Hand geplant. Der Täter hatte das Auto bereits Tage zuvor ausgeliehen und für die Entführung präpariert. Unter anderem waren die Scheiben im hinteren Teil zugeklebt, um Blicke in das Fahrzeug zu verhindern.

Am Mittwochnachmittag brachte der 36-Jährige die Zwölfjährige in seine Gewalt und flüchtete mit ihr aus der Messestadt. Der komplette Tathergang muss noch ermittelt werden, aber einige Details liegen bereits vor. Wie LVZ.de erfuhr, hatte sich das Mädchen um 14.40 Uhr auf der Schönauer Brücke in Grünau von Klassenkameraden verabschiedet und auf den Heimweg begeben. Wo und wie der Täter die Zwölfjährige dann in seine Gewalt brachte, ist unklar. Die Beamten gehen wohl davon aus, dass der Mann allein und ohne Komplizen gehandelt habe.

Entführung zwischen Grünau und Hartmannsdorf

Gegen 15.30 Uhr gelang es dem Mädchen zum Glück, per Handy einen Notruf aus dem Fahrzeug an die Polizei zu senden und dabei Angaben zur Situation zu machen. Die Beamten konnten den Anruf bis in den Ortsteil Hartmannsdorf-Knautnaundorf zurückzuverfolgen und lösten sofort eine Großfahndung mit allen verfügbaren Kräften aus.

Mehrere Ausgangsstraßen im Leipziger Westen wurden kontrolliert, Autofahrer reihenweise angehalten. Über den Vermieter des Transporters konnte der Täter identifiziert werden. Aufgrund der ursprünglichen Herkunft des Leipzigers wurde die Suche schließlich auf das südliche Sachsen-Anhalt ausgedehnt. Gegen 18.10 Uhr entdeckten die Beamten den flüchtenden Transporter schließlich in der Nähe von Lützen, zwanzig Minuten später wurde der 36-Jährige unweit des Muschwitzer Ortsteils Söhesten festgenommen und das Mädchen befreit.

Nach LVZ-Informationen kam die Befreiung möglicher Weise gerade noch zur rechten Zeit, ehe der 36-Jährige seinen Taten noch schlimmere hätte folgen lassen können, um sein Verbrechen zu verschleiern. Am Donnerstag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Im Zuge der Ermittlungen prüft die Kriminalpolizei nun offenbar auch, ob er bei weiteren Fällen von versuchter Kontaktaufnahme mit Kindern im Bereich des südlichen Sachsen-Anhalts der Gesuchte sein könnte.

Von Matthias Roth / Matthias Puppe

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