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Sexuelle Übergriffe in Leipziger Bus und Straßenbahn

Fahndung nach zwei Tätern Sexuelle Übergriffe in Leipziger Bus und Straßenbahn

Sie wehrten sich und wollten fliehen, doch die Täter bedrängten sie mehr und mehr: Zwei Mädchen im Teenageralter und eine Frau sind am helllichten Tag in öffentlichen Verkehrsmitteln in Leipzig Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Jetzt sucht die Kripo mit Hochdruck nach den unbekannten Männern.

Die Leipziger Polizei ermittelt nach zwei sexuellen Übergriffen in einem Bus und einer Straßenbahn. (Symbolbild)

Quelle: Archiv

Leipzig. Beide Fälle ereigneten sich am Donnerstag, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Gegen 11.30 Uhr wurde eine 48-jährige Frau belästigt, die mit der Straßenbahnlinie 10 im ersten Wagen vom Hauptbahnhof in Richtung Wahren unterwegs war. Im Bereich der Haltestelle Erich-Weinert-Straße kam plötzlich ein Mann auf sie zu, setzte sich unmittelbar neben sie. Seine Annäherungsversuche waren offenbar sehr massiv: Zunächst lehnte er sich mit seinem gesamten Gewicht gegen die Frau, drückte sie mit dem Rücken gegen die Scheibe. Sie konnte sich befreien und stand auf, um sich auf einen anderen Platz zu setzen. Beim Vorbeigehen umfasste er sie, griff ihr an Hüfte und Gesäß.

Um weitere Übergriffe abzuwehren, schlug die Frau mit ihrer Handtasche auf den Mann ein. Auch ein Zeuge kam zu Hilfe. Ihrer Beschreibung nach ist der Mann afrikanischen Typs, hat dunkle Haut. Er ist 1,80 bis 1,85 Meter groß, von kräftiger Statur, hat breite Schultern. Zur Tatzeit trug er eine Mütze. Gegen ihn wird unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt.

Kurz nach 17 Uhr der zweite Fall, Tatort war die Buslinie 70 im Bereich Kieler Straße in Mockau. Kurz nachdem zwei Mädchen, gerade mal 13 und 15 Jahre alt, eingestiegen waren, nahm ein Unbekannter auch schon Kontakt auf. Nach Informationen der Polizei warf er ihnen Handküsse zu und fasste sich dabei an sein Geschlechtsteil. Die Teenager verspürten in dieser Situation große Angst und Unbehagen, wie sie später aussagten. Deshalb wollten sie sich umsetzen, mussten dabei aber an dem Mann vorbei. Dies nutzte der Täter aus und kniff beiden ins Gesäß. Und vor allem: Er folgte ihnen und belästigte sie weiter.

Selbst als sie in höchster Not ausstiegen, kam er ihnen hinterher. Er versuchte, sie nacheinander festzuhalten. Doch sie konnten sich zur Wehr setzen. Schließlich griffen Angehörige der Schülerinnen ein – die Mädchen hatten sie per Telefon zu Hilfe gerufen – und schlugen den Täter in die Flucht. Er ist südländischen Typs, 25 bis 30 Jahre alt, hat braune Augen, volle Lippen, schwarze, kurze Haare, im oberen Kopfbereich abstehend, an den Seiten ein Stück abrasiert, trägt Drei-Tage-Bart über der Oberlippe und am linken Handgelenk silbernen Schmuck. Er war bekleidet mit einer grau/blauen Stoffjacke, hellem T-Shirt, beigefarbener Hose und schwarzen Schuhen. Die Polizei ermittelt wegen sexueller Nötigung.

In beiden Fällen erlitten die Opfer einen Schock. Ermittler werten nun unter anderem das Material der Überwachungskameras aus der Straßenbahn und dem Bus aus, um die Täter zu fassen.

Frank Döring

Leipzig, Erich-Weinert-Straße 51.349937 12.377799
Leipzig, Erich-Weinert-Straße
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