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Polizeiticker Leipzig Silvesterkrawalle in Connewitz: Tatverdächtige auf freiem Fuß
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Silvesterkrawalle in Connewitz: Tatverdächtige auf freiem Fuß
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23:55 02.01.2018
Ein Trupp der Polizei führt einen festgenommenen Tatverdächtigen ab.  Quelle: Christian Modla
Leipzig

 Nach den Krawallen in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz sind vier der fünf festgenommenen Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gekommen. Erforderliche Haftgründe gebe es nicht, so Polizeisprecher Andreas Loepki. Gegen einen Chaoten (23) lagen zwei Vollstreckungshaftbefehle vor. Sollte der Mann fällige Geldstrafen nicht bezahlen, droht ihm eine Ersatzfreiheitsstrafe.

Die fünf Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren waren wegen schweren Landfriedensbruchs vorläufig festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, an den Angriffen auf Einsatzkräfte beteiligt gewesen zu sein. Wie berichtet, hatten 40 bis 50 Chaoten zwei Wasserwerfer sowie Beamte der Polizei mit Flaschen, Steinen und Böllern angegriffen. Die Wasserwerfer waren zunächst zum Löscheinsatz angerückt, nachdem auf dem Connewitzer Kreuz diverse Gegenstände sowie Mülltonnen angezündet worden waren. Schließlich war aus Sicht der Polizei aufgrund der Angriffe ein Wasserwerfereinsatz gegen die Randalierer erforderlich.

Stimmen aus der Politik

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU), der am Silvesterabend Polizisten im Leipziger Führungs- und Lagezentrum, in den Revieren Nord, Südost und Connewitz sowie am Augustusplatz besucht hatte, verurteilte die Attacken auf Beamte und forderte ein härteres Vorgehen gegen die Täter. „Diese Art von Gewalt ist abscheulich, weil nicht nur Einsatzkräfte selbst in Gefahr gebracht werden, sondern auch andere Menschen, denen nicht geholfen werden kann.“ SPD-Stadtrat Claus Müller erklärte: „Es ist richtig, dass die Polizei hier konsequent eingeschritten ist. Auch die Sachbeschädigungen in anderen Stadtteilen sind nicht hinnehmbar.“ Landtagsabgeordnete Jule Nagel (Linke) äußerte ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge auf Twitter.


 

Von Frank Döring

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