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Snowboarder aus Leipzig verunglückt tödlich in den Tiroler Alpen

Sturz im Tiefschnee Snowboarder aus Leipzig verunglückt tödlich in den Tiroler Alpen

Bei einem Snowboard-Unfall abseits der Piste in Tirol ist ein 39-Jähriger aus Leipzig ums Leben gekommen. Die Bergrettung fand ihn in der Nacht zum Montag nach stundenlanger Suche kopfüber im Schnee. Zuvor sendete er seiner Frau noch eine WhatsApp-Nachricht.

Bergretter suchten stundenlang nach dem verunglückten Snowboarder aus Leipzig in den Tiroler Alpen. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Quelle: Bergrettung Kaltenbach

Kaltenbach/Leipzig. Tragischer Unfall in den Tiroler Alpen: Ein Snowboarder aus Leipzig ist bei einer Fahrt abseits der Piste in Kaltenbach (Zillertal) tödlich verunglückt. Der 39-Jährige sei am Sonntagnachmittag vermutlich in einer Mulde im tiefschneereichen Gelände kopfüber gestürzt und vom nachrutschenden Schnee zur Gänze verschüttet worden, teilte die Landespolizeidirektion Tirol am Montag mit. Die Bergrettung fand ihn erst nach etwa sechsstündiger Suche kopfüber im metertiefen Schnee. Nur noch die Unterseite seines Snowboards ragte heraus.

Der Mann habe allein mehrere Abfahrten erfolgreich absolviert, bevor es gegen 15.30 Uhr auf etwa 1600 Metern Höhe zu dem Unfall kam, berichtete Florian Bauernfeind, Einsatzleiter der Alpinen Einsatzgruppe Schwaz, gegenüber LVZ.de. Freunde, die nachgereist waren, hätten den Leipziger gegen 21 Uhr als vermisst gemeldet, weil sie ihn nicht erreichen konnten. Sofort wurde eine groß angelegte Suchaktion mit rund 20 Helfern von Bergrettung, Liftbediensteten und Alpinpolizei eingeleitet. Auch eine Raupe kam zum Einsatz.

Snowboarder sendete WhatsApp an seine Frau

Anhand von Daten auf seinem Handy konnten die Retter den ungefähren Unglücksort lokalisieren. „Seiner Frau hatte er noch ein WhatsApp-Foto geschickt, auf dem die Lift-Trasse zu sehen war“, berichtete Bauernfeind. Mithilfe von Daten aus Google Maps gelangten die Retter schließlich zum Unglücksort. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät. Gegen 3 Uhr in der Nacht fanden ihn die Helfer unterhalb des Lifts. Vermutlich konnte sich der Mann aufgrund seines Snowboards nicht selbst befreien und sei im Tiefschnee erstickt, so Bauenfeind. Zuvor waren in der Region etwa eineinhalb Meter Neuschnee gefallen.

Verboten war die Abfahrt in diesem Bereich nicht. „Es ist ein freier Skiraum, in dem man sich auf eigenes Risiko bewegt“, so der Einsatzleiter. Dennoch sei die Abfahrt nicht ungefährlich, insbesondere wenn man sie alleine in Angriff nehme. Auch ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) hätte dem Leipziger wahrscheinlich wenig genützt. „Bei so einem Unfall hat man keine Chance“, meint Bauernfeind.

Skifahrer aus Oberwiesenthal in Bayern tödlich verunglückt

Bereits am Sonntagvormittag hatte es in den bayerischen Alpen einen tödlichen Unfall gegeben, bei dem ein Mann aus Oberwiesenthal ums Leben kam. Nach einem Lawinenabgang war der 30 Jahre alter Skifahrer verschüttet worden. Ein 57-jähriger Begleiter konnte ihn zwar befreien, er starb aber später im Krankenhaus.

Von Robert Nößler

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