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Polizeiticker Leipzig Spezialisten ermitteln nach verheerendem Wohnhausbrand in Leipzig
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Spezialisten ermitteln nach verheerendem Wohnhausbrand in Leipzig
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15:58 03.04.2018
Brandermittler der Kripo und Statiker untersuchen das Brandhaus in der Wurzner Straße 111 in Leipzig. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Nach dem verheerenden Brand in einem Mehrfamilienhaus am späten Donnerstagabend in Leipzig haben Spezialisten der Brandursachenermittlung am Dienstag in der Ruine an der Wurzner Straße ihre Arbeit aufgenommen.

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Ein Großfeuer wütete in einem Mehrfamilienhaus in der Nacht zu Karfreitag in der Wurzener Straße in Leipzig.

Wie Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ.de erklärte, suchen die Beamten unter anderem nach Beweisstücken für eine mutmaßliche Brandstiftung im Gebäude. Bereits am Freitag war ein 32-jähriger Bewohner des Hauses von der Kriminalpolizei festgenommen worden, der Mann sitzt seither in Untersuchungshaft.

Treppenhaus nicht frei zugänglich

Medieninformationen, nachdem der mutmaßliche Täter am Donnerstag die Ein- und Ausgänge des Hauses verbarrikadiert habe, wollten die Behörden bisher nicht bestätigen. „Eine erste Befragung der Zeugen deutete aber zumindest daraufhin, dass das Treppenhaus nicht frei zugänglich war“, so Voigt weiter.

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Nach dem verheerenden Feuer in einem Haus in der Wurzner Straße bewachte am Ostermontag die Polizei die Brandruine.

Das Feuer hatte sich am Donnerstag schnell im ganzen Gebäude ausgebreitet und viele Bewohner überrascht. Einige konnten sich aufs Dach retten und sprangen von dort in Sprungtücher der Feuerwehr. In einer Wohnung in der vierten Etage fanden die Rettungskräfte später aber eine menschliche Leiche und sowie einen toten Hund.

Ein weiterer Bewohner erlitt schwere Verbrennungen und schwebte am Dienstag noch in Lebensgefahr. Zur Identität der Opfer machte die Polizei keine Angaben, derzeit werde die Leiche in der Gerichtsmedizin untersucht und dabei auch ein DNA-Abgleich durchgeführt.

Blick auf das schwer beschädigte Gebäude. Quelle: André Kempner

Statiker prüfen Standfestigkeit

Zusammen mit den Brandursachenermittlern haben am Dienstag im schwer beschädigten Gebäude auch Mitarbeiter des Amtes für Bauordnung und Denkmalschutz ihre Arbeit aufgenommen. Eine konkrete Analyse zur Standfestigkeit soll bis zum Mittwoch vorliegen, hieß es von der Stadt.

Die Wurzner Straße war seit dem späten Donnerstagabend gesperrt. Auch drei Straßenbahnlinien der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mussten deswegen umgeleitet werden. Nach aktuellem Stand könne die Linie 7 ab dem Nachmittag die Wurzner Straße wieder passieren, sagte ein Sprecher der LVB am Dienstag.

Tram 8 weiter mit Umleitung

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Da die Annenstraße vorerst weiter gesperrt bleibe, dauere die Umleitung der Linie 8 an. Wie lange das noch der Fall sein wird, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Seit dem Brand seien die LVB in engem Kontakt mit allen zuständigen Verantwortlichen, hieß es weiter. Informationen zu den Einschränkungen können Fahrgäste auf der Seite der Verkehrsbetriebe einsehen.

Dutzende Bewohner des Mehrfamilienhauses verloren bei dem Brand ihre Wohnungen. Das Sozialamt hatte Betroffene in Notunterkünften untergebracht, der Bürgerverein Schönefeld startete eine Hilfsaktion.

Von jhz / mpu

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