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Staatsanwalt: Geschäftsmann soll Partner um eine Million Euro betrogen haben

Staatsanwalt: Geschäftsmann soll Partner um eine Million Euro betrogen haben

Auftakt in einem Prozess um schwere Wirtschaftskriminalität gestern am Landgericht Leipzig: Staatsanwalt Christian Brudnicki warf einem 43 Jahre alten Angeklagten massiven Betrug von Geschäftspartnern sowie Insolvenzverschleppung vor.

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Quelle: dpa

Leipzig. Als Geschäftsführer der Insomnia GmbH, einer Firma für Gastronomiebedarf, soll er Waren und Dienstleistungen im Umfang von einer Million Euro bestellt, auch erhalten beziehungsweise in Anspruch genommen, aber nicht bezahlt haben.

Das Unternehmen hatte seinen Sitz in Leipzig sowie in Aachen (Nordrhein-Westfalen). "Die Geschäftstätigkeit wurde inzwischen eingestellt", sagte Brudnicki gestern.

Der Belgier Sefa Y. soll die Waren unter seinem, aber auch unter falschem Namen binnen nur eines Vierteljahres, von Ende 2011 bis April 2012, geordert haben. Laut Anklage war die Palette breit. Es handelte sich dabei um Ketchup und Hülsenfrüchte genauso wie um Stühle und Gabelstapler oder Besteck und Pizzaschachteln. Aber auch um nicht bezahlte Briefmarken und schuldig gebliebene Miete für Geschäftsräume sowie Fahrzeuge vom Typ Audi A6.

Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zufolge war der Angeklagte ab 22. Februar 2012 Geschäftsführer, schon eine Woche später sei die Insomnia Food und Non-Food GmbH nicht mehr in der Lage gewesen, die Verbindlichkeiten zu erfüllen. Tatsächlich aber habe Sefa Y. das Unternehmen schon zuvor, seit Ende 2011, geführt. Nach der Pleite waren alle Waren, aber auch der 43-Jährige verschwunden.

Nachdem ein internationaler Haftbefehl gegen ihn ergangen war, wurde er in Belgien verhaftet. Seit Mai sitzt er in Untersuchungshaft. Gegenüber dem Ermittlungsrichter in Aachen hatte Y. alle Vorwürfe bestritten. Er habe mit den Geschäften reinweg gar nichts zu tun, weder Waren bestellt noch erhalten. Die alleinige Schuld wies er einer ganz anderen Person zu. Seine Verteidigerin Kerstin Linnemann hatte in einem an die Wirtschaftsstrafkammer gerichteten Schreiben Mitte Juli diese Positionen noch einmal bekräftigt. Gestern erklärte der Angeklagte, zu den Vorwürfen schweigen zu wollen. Das Gericht wies aber bereits auf die nach Aktenlage vorhandenen belastenden Zeugenaussagen und Dokumente hin. Zunächst wurden noch elf Prozesstermine bis 12. November anberaumt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.08.2013

Sabine Kreuz

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