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Staatsanwalt überrollt – Landgericht Leipzig bestätigt Urteil gegen Lkw-Fahrer

Fahrlässige Tötung Staatsanwalt überrollt – Landgericht Leipzig bestätigt Urteil gegen Lkw-Fahrer

Nach dem Unfall unweit des Leipzigers Zoos, bei dem ein 36-jähriger Radfahrer ums Leben kam, hat das Landgericht am Dienstag das Urteil aus erster Instanz bestätigt. Ein Lastwagen-Fahrer war wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe und einem Monat Fahrverbot verurteilt worden.

Der Unfallort an der Pfaffendorfer Straße.
 

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Mehr als zwei Jahre nach dem tragischen Unfall unweit des Leipzigers Zoos, bei dem ein 36-jähriger Radfahrer ums Leben kam, hat das Landgericht am Dienstag das Urteil aus erster Instanz bestätigt. Lkw-Fahrer Harald S. (60) war im September 2016 vom Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 50 Euro (7500 Euro) sowie zu einem Monat Fahrverbot verurteilt worden.

Die Kollision ereignete sich am 19. Februar 2015 gegen 17.25 Uhr. Betonmischtransporter und Radfahrer fuhren an diesem Abend laut Anklage auf der Pfaffendorfer Straße stadtauswärts. Als der Lkw-Fahrer an der Uferstraße rechts abbiegen wollte, erfasste er den auf einem Radstreifen fahrenden Familienvater von zwei Kindern, überrollte ihn. Einsatzkräfte reanimierten den 36-Jährigen vor Ort, eine Stunde später erlag er jedoch in der Notaufnahme seinen schwersten Verletzungen. Der Angeklagte war nach dem Unfall mehrere Monate nicht imstande, seinem Job nachzugehen, befand sich in psychologischer Behandlung.

Weil es sich bei dem Opfer um einen Leipziger Staatsanwalt handelte, hatte die hiesige Behörde die Ermittlungen nach Chemnitz abgegeben, um den Anschein einer möglichen Befangenheit zu vermeiden. Die dortige Staatsanwaltschaft gelangte, wie dann auch das Amtsgericht, zu der Auffassung, dass Harald S., der seit 2014 als Berufskraftfahrer arbeitet, die Vorfahrt des Radlers missachtete. Ein Gutachten kam zu dem Schluss, dass der rechte Außenspiegel des Transporters nicht optimal eingestellt war, um den toten Winkel zu minimieren. Außerdem soll der Angeklagte mit zu hoher Geschwindigkeit – etwa Tempo 20 – abgebogen sein.

Harald S., der am Amtsgericht erklärt hatte, dass ihm der Unfall sehr leid tue, verfolgte mit seiner Berufung zwei Ziele: Zum einen wollte er eine Ratenzahlung für die Geldstrafe, was ihm die 12. Strafkammer des Landgerichts nun gewährte. Zum anderen wandte er sich gegen das verhängte Fahrverbot. Doch in dem Punkt verwarf das Gericht die Berufung.

Von Frank Döring

Leipzig, Pfaffendorfer Straße 51.34819 12.371417
Leipzig, Pfaffendorfer Straße
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