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Staatsanwaltschaft Leipzig: Anklage nach Schießerei in Eisenbahnstraße

Staatsanwaltschaft Leipzig: Anklage nach Schießerei in Eisenbahnstraße

Die erste Anklage steht: Nach vier Schießereien im vergangenen Jahr wird zumindest in einem Fall dem Schützen demnächst der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt gegen einen 40-jährigen Mazedonier Anklage zum Amtsgericht Leipzig erhoben - Tatvorwurf: gefährliche Körperverletzung.

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Tatort Eisenbahnstraße, 21. Oktober 2013: Kripo-Beamte suchen nach einer Schießerei mit Metalldetektor nach Projektilen.

Quelle: Holger Baumgärtner

Leipzig. Es war am 21. Oktober 2013 gegen 16 Uhr, als auf dem Parkplatz am Aldi-Markt in der Eisenbahnstraße ein Schuss fiel. Das Projektil traf einen 28-jährigen Iraner, er wurde leicht verletzt. Wenige Stunden später kam der mutmaßliche Schütze in Untersuchungshaft. "Eine Beschwerde des Beschuldigten gegen den Haftbefehl und die Annahme des Haftgrundes der Fluchtgefahr wurde im Ergebnis sowohl durch das Landgericht Leipzig als auch durch das Oberlandesgericht Dresden als unbegründet verworfen", so Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf LVZ-Anfrage. Der angeklagte Mazedonier ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen diverser Eigentumsdelikte, saß auch schon in Haft. Zum Zeitpunkt der Schießerei stand er wegen einer Verurteilung wegen Diebstahls unter laufender Bewährung.

Vermutlich ging es auf dem Aldi-Parkplatz um Rache: Denn drei Monate zuvor war der Mazedonier selbst Opfer einer Schießerei geworden: Am 8. Juli hatte der aus dem Diskokrieg bekannte Sooren O. (29) auf ihn und einen Landsmann gefeuert, beide schwer verletzt. Der Iraner hatte sich gestellt, war zunächst in Untersuchungshaft gekommen. Nach einer Haftbeschwerde ist er aber mittlerweile wieder auf freiem Fuß. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen", so Schulz. Das Opfer vom Oktober war ein Cousin von Sooren O. (die LVZ berichtete).

Abseits dieser Clan-Fehde hat die im vergangenen Jahr gebildete Sonderkommission bei der Kripo zwei weitere Verfahren aufzuklären: Am 10. April war einem Türken (26) in der Göschenstraße gezielt in die Beine geschossen worden, am 19. Mai starb am Leutzscher Bahnhof der Deutsch-Bolivianer Diego M. (23) durch Schüsse aus nächster Nähe. "In diesen Fällen dauern die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei noch an", teilte Schulz mit. "Wann diese Ermittlungen abgeschlossen sind, kann derzeit nicht gesagt werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.01.2014

Frank Döring

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