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Polizeiticker Leipzig Staatsschutz ermittelt nach Angriff auf Transsexuelle in Leipzig
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Staatsschutz ermittelt nach Angriff auf Transsexuelle in Leipzig
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14:34 05.07.2018
Der Tatort vor der Moritzbastei: Hier wurde die transsexuelle Studentin am 25. Juni von einem Unbekannten brutal angegriffen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Staatsschutz der Polizei hat sich in den Fall um den Angriff auf eine transsexuelle Studentin in Leipzig eingeschaltet. Das sonst vor allem mit politisch motivierten Straftaten befasste Dezernat habe die Ermittlungen übernommen, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Donnerstag auf Anfrage von LVZ.de.

Als Begründung nannte Voigt die besonderen Umstände der Tat. Der Staatsschutz werde auch dann tätig, wenn Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass sich eine Körperverletzung gegen eine Person aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes, ihrer sexuellen Orientierung oder ihres gesellschaftlichen Status richte. Im Fachjargon wird dann von sogenannter „Hasskriminalität“ gesprochen.

„Die Ermittler haben was und können loslegen“

Die Ermittlungen würden unter Hochdruck geführt, betonte Voigt. Bei der Suche nach dem Täter soll auch ein Handyfoto helfen, das die Freundin des Opfers vor der Notaufnahme der Uniklinik von dem Mann schoss. Zum Stand der Fahndung sagte Voigt nur: „Die Ermittler haben was und können loslegen.“

Die 22-Jährige war am Montag vergangener Woche vor der Moritzbastei von einem Fremden auf ihr Geschlecht angesprochen und zur Entblößung ihres Intimbereichs aufgefordert worden. Als sie sich weigerte, schlug der Mann ihr unvermittelt ins Gesicht und brach ihr die Nase. In der Notaufnahme erschien der Täter dann erneut, lächelte und verschwand. Der Leipziger Student_innenrat (Stura) hatte den Fall am Dienstag öffentlich gemacht und damit eine Solidaritätswelle ausgelöst.

So wird der Täter beschrieben

Die Studentin beschrieb den Täter als Mitte bis Ende 30, etwa 1,80 Meter groß und trainiert. Er sprach mit leicht sächsischem Dialekt, hatte braune Haare und einen stechenden Blick. Bekleidet war er mit einem roten Kapuzenpullover, einer dunkelblauen bis schwarzen Hose, einem hellgrauen Basecap und schwarzen Schuhen mit weißer Sohle.

Von Robert Nößler

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